Spielplatz mit Aussicht in Kalk

Dienstag, 24. Januar 2012 12:19

Spielplatz in Kalk mit riesigem Seilklettergerüst

Spielplatz in Kalk mit riesigem Seilklettergerüst

Kalk genießt nicht den besten Ruf, ist aber ein durchaus nicht uninteressantes Stadtviertel. Es ist ein echtes gewachsenes Veedel und mittlerweile lockt es Shopping-Kundschaft aus dem halben Rheinland auf die rechte Rheinseite. Zwischen Köln Arcaden, dem Neubauviertel und dem riesigen Bauhaus befindet sich eine Grünanlage, zu der auch ein großer Spielplatz gehört. Während der Nachwuchs beim Klettern wahrscheinlich keinen Blick dafür hat, werden sich viele der Mamas und Papas an dem tollen Blick auf KölnTriangle und Dom erfreuen können. Für die Kinder stehen ein Fußballplatz, ein riesiges Seilklettergerüst und diverse Rutschen zur Verfügung. Und viel Platz, um eigene Spiele zu spielen.

Die Aussicht auf das KölnTriangel und den Dom

Die Aussicht auf das KölnTriangle und den Dom

Thema: Freizeit, Kinder, Parks, Stadtteile | Autor: Petra | Kommentare (0)

Zeichen und Wunder: Haltestelle Neusser Straße/Gürtel wird renoviert

Freitag, 20. Januar 2012 19:29

Die Haltestelle Neusser Straße/Gürtel in Nippes

Die Haltestelle Neusser Straße/Gürtel in Nippes

In diesem Jahr soll passieren, was seit 1998 geplant ist. Die rund 40 Jahre alte Haltestelle Neusser Straße/Gürtel wird umgebaut.

Für alle, die diese Haltestelle nicht näher kennen, eine kurze Beschreibung der derzeitigen Situation:

An dieser Haltestelle treffen die Hochbahn Linie 13 und die beiden U-Bahn-Linien 12 und 15 sowie etliche Bus-Linien aufeinander. Daher handelt es sich um eine häufig frequentierte Station, an der die Menschen oft umsteigen. Um die Hochbahn oder die U-Bahn zu erreichen, benutzt man einen der vier Zugänge, die auf eine unterirdische Verteilerebene führen – allesamt ohne Rolltreppen und einen Fahrstuhl gibt es auch nicht. Von der Verteilerebene aus führen Treppen hinunter zur U-Bahn und hinauf zur Hochbahn. Von der U-Bahn aus führen Rolltreppen nach oben, die Hochbahn wird in beide Richtungen von Rolltreppen bedient.

Hier wird es einen Eingang geben

Hier wird es einen Eingang geben

Erst kürzlich erzählte mir eine Freundin, die nur ganz selten mal in Köln ist, dass sie mehrfach in dieser Haltestelle die Treppen hinauf und hinunter ging, immer mal auf der Straßenebene zum Fenster hinaus sah, aber einfach den Ausgang nicht fand.

Neben der völligen Abwesenheit eines Fahrstuhls ist das nämlich das aberwitzige dieser Architektur. Um hinauf zur Hochbahn zu gelangen, muss man erst einmal hinunter in den Keller zur Verteilerebene und auf dem Weg hinaus ist es umgekehrt: So schaut man erst einmal sehnsüchtig durch die großen Fenster zur Straße hin, sieht dort den Bus stehen, den man gerade verpasst, denn leider muss man erst in das Untergeschoss und dann wieder die Treppen hinaufsteigen, um die Hochbahnhaltstelle der Linie 13 zu verlassen.

Im Laufe dieses Jahres wird die Haltestelle nun endlich umgebaut. Zwei geräumige Aufzüge für 13 Personen verbinden Hochbahn, Straßenebene und U-Bahn-Ebene miteinander. Außerdem werden auf der Straßenebene Eingänge eingebaut. Während der Umbauten werden die bisherigen Treppen teilweise gesperrt sein und man erreicht die Hochbahn über vorübergehend errichtete Treppentürme.

Zusätzlich wird der derzeitig geschlossene Kiosk auf der Verteilerebene renoviert, die Lüftung wird erneuert, eine neue Beleuchtung eingebaut, ein taktiles Blindenleitsystem in die Pflasterung eingefügt und die Station wird von außen angestrichen. 4,3 Millionen kostet der Umbau, der zu großen Teilen von Land und dem Nahverkehr-Rheinland finanziert wird. Anfang 2013 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Thema: Architektur, Stadtteile | Autor: Petra | Kommentare (0)

Morphomata

Mittwoch, 11. Januar 2012 16:50

Das Institut Morphomata im Weyertal

Das Institut Morphomata im Weyertal

Im letzten Herbst kam ich an diesem hübschen Gebäude vorbei. Ach, da hing ja auch ein Schild, um mir mitzuteilen, wer hier residiert. Und zwar handelt es sich um das Internationale Kolleg Morphomata der Universität zu Köln. Ah ja.

Manche Leute werfen Akademikern sowieso vor, ein bisschen abgehoben zu sein oder auch völlig neben der Realität herzuleben und die Erklärung, was das Institut denn nun macht, wird sie davon nicht abbringen. Man beschäftigt sich nämlich mit der Genese, Dynamik und Medialität kultureller Figurationen.

Arbeitet man sich auf der Website allerdings weiter vor, erfährt man mehr: “Jährlich bis zu 10 Fellows aus aller Welt forschen gemeinsam mit Kölner Wissenschaftlern zu Fragen kulturellen Wandels. Geleitet wird das Center for Advanced Studies von Günter Blamberger (Neuere deutsche Literaturwissenschaft) und Dietrich Boschung (Klassische Archäologie). Im Dialog mit internationalen Wissenschaftlern gibt das Kolleg geisteswissenschaftlicher Forschung einen neuen Ort – ein Denklabor, in dem unterschiedliche disziplinäre und kulturelle Perspektiven verhandelt werden.”

Das klingt, wie ich finde, sehr interessant. Und übermorgen, am 13. Januar 2012, informieren die Fellows über ihre aktuellen Studien beim Fellowtag, hier das Programm:

09.00 Masashi Oishi (Köln)
The Logic of Imagination – Dialectics of Objectification and Signification

11.00 Reinhard Förtsch (Köln)
From Robert Cawdrey to Big Classics Data

14.00 Manfred Hostmanshoff (Leiden)
Das Schweigegelöbnis im Hippokratischen Eid und in anderen griechischen medizinischen Schriften

16.00 Steffen Siegel (Jena)
Fotografie in der Sackgasse? Über Anfangsprobleme eines Bildmediums

Außerdem finden in nächster Zeit noch zwei Workshops unter der Beteiligung der Morphomata-Leute statt, eines über Venus als Muse in Köln und eines über die archäologischen Imaginationen von Dichtern in Metz.

Das Institut befindet sich im Weyertal 59 (Rückgebäude), in 50937 Köln.

Thema: Architektur, Bildung, Kultur | Autor: Petra | Kommentare (0)

Alles neu macht 2012

Mittwoch, 11. Januar 2012 16:12

Liebe AllesUeberKoeln-Leser!

Mein neuer Arbeitsplatz in Köln Nippes

Mein neuer Arbeitsplatz in Köln Nippes

Dieses Jahr hat sich bei mir einiges verändert. Ich bin umgezogen und arbeite jetzt an diesem schönen Arbeitsplatz mit Blick über das Nippeser Tälchen und vom Balkon aus habe ich sogar Dom-Blick!

Nachdem der schlimmste Umzugsstress nun vorbei ist, kommen auch meine Blogs wieder zu Ehren.

Schließlich habe ich auch noch eine Co-Autorin gefunden, die gelegentlich vor allem aus dem rechtsrheinischen Köln berichten will, Heike Baller. Von ihr ist der Artikel über den Dellbrücker Bücherschrank. Sie ist die Betreiberin der Website http://www.profi-wissen.de, dort findet Ihr ein lesenswertes Blog über die Recherche im Netz.

Das neue Jahr verspricht also interessant zu werden – ich freu mich drauf!

Liebe Grüße
Petra

Thema: Allgemeines, Stadtteile | Autor: Petra | Kommentare (1)

Literaturquelle rechtsrheinisch – kostenlos

Donnerstag, 5. Januar 2012 17:07

Bücherschrank in Dellbrück

Seit Mitte Juni – ich musste es eben nachlesen – gibt es in Dellbrück in der Nähe der Haltestelle Dellbrücker Hauptstraße einen Bücherschrank. Draußen. Das Prinzip ist bekannt: Wer bestimmte Bücher nicht mehr bei sich behalten möchte, kann sie hier einstellen. Wer sich für einen (oder mehrere) Titel interessiert, kann das entsprechende Buch mit nach Hause nehmen und entweder behalten oder nach dem Lesen wieder zurückstellen. Das klappt im Großen und Ganzen sehr gut. Die Gefahr, dass alle nur völlig abgegriffene Taschenbücher von Anno Tobak mit Kellerodeur oder mit Wasserschäden und zerrissenem Buchdeckel abladen, wird durch engagierte Menschen unterbunden, die hingehen und solche Sachen flugs entfernen. Außerdem klärte eine Zeitlang ein Schild über Sinn und Zweck auf – kultureller Austausch, jawohl.

Nein, ich will mich darüber gar nicht mokieren. Auch ich habe schon einiges gefunden und gelesen und sogar auch schon was behalten. Allerdings habe ich die Gelegenheit genutzt, dass jemand die alten Berte-Bratt-Schätzchen aussortiert hat und habe da noch mal ein bisschen der Nostalgie gepflegt. Das Gros der Bücher ist schon eher so „Gebrauchsliteratur“ – einschließlich veralteter PC-Bücher; die „hohe Literatur“ ist seltener vertreten. Das heißt wohl, dass die Menschen die lieber zu Hause behalten …

Auf jeden Fall ist die Fluktuation recht hoch – es lohnt sich durchaus, in Lesestoffmangelphasen mehrfach die Woche vorbeizuschauen.

Auch Kinder finden Lesestoff im Dellbrücker Bücherschrank

Das als Kinderfach bezeichnete unterste Regalbrett wird meist doch von Erwachsenenliteratur belegt, was daran liegen mag, dass größere Mengen an Kinder- und Jugendliteratur selten vorkommen.

Ein weiteres Ziel sollte ja die Kommunikation, der Austausch vor Ort sein. Das klappt auch, ich kann es bestätigen. Bei mir steht noch ein Besuch im Nachbarort aus, denn ich traf vor ein paar Wochen eine alte Dame, der ich von meinem Interesse an Mädchenliteratur (bitte bis nach unten scrollen …) erzählte und die mir daraufhin von einem Buch mit Gedichten für Mädchen erzählte, das ihre Mutter als junges Mädchen zum Geschenk erhielt – ob mich das interessiere? Und ob! Ich bin gespannt.

Auch eigene Bücher habe ich schon im Regal deponiert. Das fällt mir leichter, als überlebte Bücher ins Altpapier zu geben. Bevor ich diese Möglichkeit vor der Nase hatte, habe ich Bücher im Krankenhaus Holweide abgegeben – vor der Kapelle steht ein Regal mit dem gleichen Sinn und Zweck und derselben Funktionsweise wie der Dellbrücker Bücherschrank.

Es gibt – auch in Köln – noch mehr solcher Schränke; eine unvollständige Liste für Deutschland hält Wikipedia bereit. Nicht nur eine Liste sondern die Geschichte der Bücherschränke in Köln gibt es beim Projekt Eselsohr der Bürgerstiftung Köln.

Thema: Bildung, Freizeit | Autor: Heike | Kommentare (2)

Der neue Saturn am Hansaring

Sonntag, 18. September 2011 11:01

Der Saturn-Eingang ist nun in der Ritterstraße

Der Saturn-Eingang ist nun in der Ritterstraße

Seit Anfang September feiert Saturn am Hansaring nach dem Umbau Neueröffnung. Das Aussehen des Ladens ist an die anderen Saturn-Geschäfte und Schwester-Unternehmen angepasst worden; der Keller mit den Computer- und Konsolenspielen sieht z. B. aus wie die untere Etage des MediaMarkts auf der Hohe Straße. Im Erdgeschoss findet man alles andere, sprich DVDs, BluRays, CDs, Fanartikel und ein paar Bücher. Somit steht also deutlich weniger Platz zur Verfügung und darunter hat vor allem der Klassik-Bereich gelitten.

War man früher auf der ersten Etage in einer ganz anderen Welt und konnte nach Herzenzlust stöbern, wird man nun, wenn man die CDs in den drei Regalreihen am Rand anschaut, von Popmusik bewummert und es gibt an den Engstellen kaum Platz genug, um an einem anderen Kunden vorbeizugehen.

Der Pop/Rock-Bereich wirkt auch enger als vorher, meine Stichprobe ergab aber, dass das Angebot scheinbar ähnlich groß ist wie früher.

Man hat mehr Wert auf Deko gelegt als vorher, überall locken Aufsteller, Plakate und andere Werbemittel. Aber ungemütlich und eng ist es geworden. Keine Plüschsessel mit CD-Stationen mehr wie früher im Zwischengang zwischen CD- und DVD-Abteilung, keine Vinyl-Abteilung im Keller und die CD-Empfehlungen der Mitarbeiter habe ich auch nicht mehr gefunden, aber die kann ich auch übersehen haben.

Der Wandel vom alten Saturn – damals als es nur den einen Saturn gab, den größten Plattenladen der Welt – bis hin zum Klon all der anderen Saturn- und MediaMarkt-Filialen ist wenig vorteilhaft. Der Saturn am Hansaring ist nichts besonderes mehr. Wie soll im Übrigen eine Verkleinerung auch eine Verbesserung darstellen, es sei denn, man hätte vorher Platz verschenkt, was definitiv nicht der Fall war.

Thema: Einkaufen, Freizeit, Musik | Autor: Petra | Kommentare (2)

An einem Samstag Morgen rund um den Dom

Sonntag, 4. September 2011 15:59

Diese Herren kennt man auch aus anderen Städten und in Köln sind sie seit einigen Jahren daheim. Manche bewegen sich gar nicht, es sei denn, man wirft Geld in ihre Behältnisse. Die Engel dagegen winken vorbeigehenden Menschen zu und versuchen, ihre Hand zu schütteln.

Gestern war wohl wenig los, da bekam dieser Engel Besuch von Charlie Chaplin, der mit seinem Stock in der Sparbüchse des Engels herumwühlte – da war schon einiges Geld zusammengekommen!

Musik gibt es immer viel in der ganzen Innenstadt. Diese Herren guckten so, weil 50 Meter weiter gerade andere Musiker loslegten (siehe nächstes Bild) und dabei viel Krach machten. Anschließend besannen sie sich auf ihre eigene Kunst und begannen mit der berühmten Toccata von Bach (für Bach-Fans: Ich meine natürlich die 565!), die auf diesen Instrumenten etwas ganz eigenes hatte …

Also schnell weiter. Damit wir uns richtig verstehen: Ich mag Dudelsäcke sehr! Trotzdem habe ich mich, als ich direkt vor diesen Herren stand, gefragt, ob diese Instrumente im Krieg statt des berühmten Kriegsgeschreis eingesetzt wurden oder zu dessen Untermalung.

Auf dem Roncalliplatz startete gestern ein Event mit dem ansprechenden Namen 71. Internationales Turnier des Westens um den Pokal der Bundeskanzlerin Frau Dr. Angela Merkel. Ich zitiere aus der Website des Mittelrheinischen Automobil-Club 1904 Koeln e.V: “Auf ausgesuchten Strassen verführen wir Sie aus dem Herzen Kölns in den Westerwald und den Hochtaunus.”

Es waren wirklich schöne Autos dabei, die alle einzeln vorgestellt wurden inklusive der Firmen, die die Ersatzteile bereitstellen und diese Schätzchen wieder herausputzen. Da wurde es mir dann doch zu langweilig.

Die Baustellen haben in Köln immer einen langen Atem, selbst wenn sie nicht zum Einsturz von Stadtarchiven und Wohnhäusern führen. Diese ist besonders interessant, weil meines Wissens immer noch nicht feststeht, wie verhindert werden soll, dass die neue U-Bahn in der Philharmonie Vibrationen und Lärm verursacht – denn es ist lange bekannt, dass die Wände zu dünn sind um für genügend Abschirmung zu sorgen.

Auch vor dem Alten Rathaus am Alter Markt wird weiter gebaustellt, auch das hängt mir der neuen Nord-Süd-Bahn zusammen.

Auf dem Heumarkt wurde gerade für den Tag des Handwerks aufgebaut. Nun, wo die Handwerker um Auszubildende buhlen müssen, werden Veranstaltungen dieser Art gemacht. Da können sich Jugendliche über die Ausbildung im Handwerk informieren, die Friseure machten einen Frisurenshow und es wurden einige Reden gehalten.

Hier seht ihre den Aufbau der Bühne. Es waren drei absolute Superstars angesagt, nämlich Decoy, die aktuelle Chart-Hits covern sowie Mama Africa und, haltet euch fest, Alexander Klaws, der die erste (oder zweite?) Staffel von Deutschland sucht den Superstar gewann – wow, den gibt’s also immer noch!

Thema: Architektur, Freizeit, Kultur, Stadtteile | Autor: Petra | Kommentare (1)

Straßenfest Lindenthaler Flair 2011 auf der Dürener Straße

Montag, 29. August 2011 14:39

Für alle, die in den nächsten Jahren hingehen möchten oder ähnliche Straßenfeste, z. B. am kommenden Wochenende, dem  3. und 4. September 2011 in Klettenberg und Sülz, besuchen möchte, hier ein kleiner Rückblick auf den gestrigen Lindenthaler Flair auf der Dürener Straße:

Vom Gürtel aus gelangte man zur für den Verkehr gesperrten Dürener Straße. Sowohl auf diese als auf der anderen Seite Richtung Universitätsstraße nutzten Autohändler den Platz am Rand um ihre Fahrzeuge zu präsentieren.

Nicht nur ansässige Läden präsentierten ihre Ware, vor allem Schuhe, Taschen und Schmuck gab es viel. Viele Vereine und gemeinnützige Organisationen sowie politische Parteien waren vertreten. Kölner Grün setzt sich für den Erhalt und die Verbesserung historischer Grünanlagen in Köln ein. Der Weiher im Kölner Stadtwald wurde z. B. von dieser Stiftung saniert.

Musik gab es live und vom Band. Diese Herren spielten jazzige Musik. Woanders gab es Pop und kölsches Liedgut.

Ab und an wurden auch etwas originelle Waren präsentiert, z. B. diese Holzwaren, oder Röcke und Taschengürtel aus bunten Stoffen. Türen und Fliegengitter, Immobilien, touristische Ziele und Artikel rund ums Haustier wurden angeboten. Und noch vieles andere!

Dieser seltsame Vogel machte auf der Zeltbühne an der Einmündung der Hans-Sachs-Straße Stimmung. Ich schaute mir hier kurz die Kindertanz-Darbietungen an, wurde aber von dem Song “Alle Kinder lernen lesen, Indianer und Chinesen, Selbst am Nordpol lesen alle Eskimos: Hallo Kinder, jetzt geht’s los!” vertrieben, wobei mich weniger der politisch unkorrekte Ausdruck “Eskimos” störte als vielmehr die Karnevalsmusik, mit der dieses Lied untermalt wurde.

Obwohl es an der ganzen Strecke “Fressbuden” gab, war der Karl-Schwering-Platz der zentrale Ort für hungrige Straßenfest-Besucher. Neben Flammlachs aus Finnland wurden Meeresfrüchte, Wein, Reibekuchen, bayrische Spezialitäten, Crêpes und noch einiges mehr angeboten.

Richtung Innenstadt kam Volksfest-Charakter auf. Dieses kleine Karussell, Schießbuden und Süßigkeiten à la Liebesäpfel und Zuckerwatte interessierten vor allem die Kinder.

Apropos Kinder: Diese Bungee-Trampoline machen immer wieder riesigen Spaß, weil die Kids damit richtig hoch springen können und sogar Saltos üben.

Hunde dagegen hatten deutlich weniger Spaß als Kinder, die meisten wirkten ziemlich gestresst vom Gedränge.

Dieses lustige Ding waren große Plastikrollen auf dem Wasser, in denen die Kinder wie in einem Hamsterrad laufen sollten – meistens gelang das aber nur mäßig gut.

Thema: Einkaufen, Essen - Trinken - Ausgehen, Freizeit, Kinder, Stadtteile | Autor: Petra | Kommentare (0)

Das Museum für angwandte Kunst und warum es mir nicht gefällt

Samstag, 13. August 2011 16:11

Das Museum für angewandte Kunst in Köln

Ich gestehe: Ich war bis gestern noch nie drin, im Museum für angewandte Kunst. Dabei interessiert mich das Thema eigentlich.

Gestern also frühstückte ich erst, um auch Kraft genug für die Besichtigung zu haben und entdeckte dabei das Highlight des Museums: den Innenhof, der als Biergarten für das Kaffeehaus Holtmann’s dient. Hier kann man frühstücken, Kaffee und Kuchen bekommen oder zu Mittag oder Abend essen. Gestärkt mit einem Künstler-Frühstück brach ich zur Besichtigung auf.

Auf dem Weg zum Café durchquert man schon das riesige Foyer, das recht beeindruckend gestaltet ist. Hier dreht sich alles um Design, z. B. an der Riesenregalwand über mehrere Etagen, in der verschiedene Gegenstände wie Möbel präsentiert werden.

Im Moment wird renoviert und daher ist die obere Etage nicht oder nur teilweise zugänglich. Das war mir nur recht, da ich sowieso nicht gern stundenlang durch Museen laufe und daher nur einen Ausschnitt besichtigen wollte. In der ersten Etage befindet sich die reguläre Ausstellung mit Gegenständen vom Mittelalter bis zum Jugendstil. Ich bewegte mich rückwärts in der Zeit und erfreute mich erstmal am Jugendstil, der mich fasziniert: Einerseits gab es ganz gradlinige Strukturen, wie die kubischen Sessel, andererseits die oft verschnörkelten und geradezu kitschigen Designs.

Das Museum präsentiert eine große Auswahl von Gegenständen: Zimmereinrichtungen, verschiedene Glasgegenstände wie Vasen, Trinkgefäße und Schalen, Keramik, Bilder, Schmuck und vieles mehr. Während ich mich langsam von Raum zu Raum vorarbeitete, wurde ich immer unzufriedener. Das liegt nicht an den schönen und hochinteressanten Ausstellungsstücken, sondern an der Präsentation. Kleine Schildchen geben Auskunft über das Herstellungsdatum, die Herstellungsweise und das Material des Stücks. Bei der Herstellungsweise bin ich schon überfordert – wer kennt sich schon mit den verschiedenen Techniken bei der Herstellung von Glaswaren aus? Ich hätte diese also aufschreiben und nachrecherchieren müssen.

Bei einem Schrank mit vielen vielen kleinen Schubladen und Fächern hätte mich interessiert, was man wohl üblicherweise darin aufbewahrt hat. Ein anderer Schrank war mit wunderbaren Intarsien-Arbeiten versehen, deren Muster etwas an den Künstler Escher erinnerten – jedoch war der Schrank deutlich älter als der 1898 geborene Niederländer. Waren solche Muster damals üblich? Was stellten sie dar?

Ein kleiner Informationstext zu einer großen Auswahl von Ringen wies darauf hin, dass ein Ring ja verschiedene Bedeutungen haben kann; ein Liebespfand, einfacher Schmuck usw. Statt dann wenigstens an einigen Exemplaren darzustellen, welchen Zweck sie erfüllt hatten, wurden die Ringe jedoch wieder nur mit kurzer Materialkunde und Jahreszahl gezeigt.

Nach der Hälfte der Exponate ging ich dann nur noch flott durch die einzelnen Räume und sah mir in jedem ein oder zwei Teile an, die mir gefielen.

Ja, heute erwartet man von einem Museum einfach mehr als nur das Ausstellen irgendwelcher Dinge.

Danach war die Sonderausstellung “Unpolished” über Junges Design aus Polen an der Reihe. Hätte ich nicht meine Museums-Jahreskarte und hätte die 3,50 Euro für das Ticket bezahlen müssen, ich hätte mich wirklich geärgert. Zum Einen waren es nur wenige Exponate, vielleicht 20, wenn man ganze Serien wie ein Set aus Schüsselchen als einzelnes Ausstellungsstück rechnet. Mir persönlich hat auch kaum ein Teil gefallen, bis auf die Spitzendeckchen aus Keramik vielleicht und drei der Lampen. Eventuell noch die Holzklammern mit eingearbeitetem USB-Stick. Alles andere war irgendwie recyclet oder in etwas ungewöhnlicher Form, wie die Gewürzbehälter, die wie Reagenzgläser aussehen, bei denen man das normalerweise abgerundete Ende ein bisschen unregelmäßig und spitz gestaltet hat. Das ist weder schön noch praktisch, nur irgendwie anders.

Zum Schluss drehte ich noch eine Runde durch die Design-Abteilung. Hier gefiel mir, dass sich den ganzen Raum entlang an der Wand eine Zeit-Linie zieht, in der zu jedem Jahr einige geschichtliche Fakten genannt werden und gelegentlich auch bestimmte Design-Informationen geliefert werden. Das hätte man jedoch auch noch deutlich konsequenter machen können. Hier war es nett, verschiedene Designs eines Gerätes nebeneinander zu sehen, z. B. etliche Radio-Apparate, Büro-Stühle usw.

Fazit: Das Museum ist sicher sehenswert und da ich nicht alles besichtigen konnte, kann ich auch kein abschließendes Urteil bilden. Aber die Sonderausstellung enttäuschte, ebenso wie die Präsentation der Objekte, zu denen der Besucher viel zu wenig Informationen erhält.

Thema: Bildung, Kultur, Museum | Autor: Petra | Kommentare (0)

Hundefreilaufflächen in Köln

Donnerstag, 9. Juni 2011 10:03

Seit einiger Zeit sind die Hundefreilaufflächen in Köln deutlich mit Schildern versehen. Das ist gut, so wissen Hundehalter und hundelose Spaziergänger gleichermaßen, was Sache ist. Wer keine Hunde mag, meidet diese Wiesen.

Hier findet ihr alle Informationen über diese Freilaufflächen:
http://www.stadt-koeln.de/buergerservice/themen/tiere/freilaufflaechen-fuer-hunde/

Ein ratloser Hund auf der Freilauffläche

Ein ratloser Hund auf der Freilauffläche

Das sind übrigens ziemlich viele Flächen, wie ich finde – so kann der Vierbeiner auch in der Großstadt mal ohne Leine herumtoben. Am Rande: Auch dort müsst ihr die Hinterlassenschaften eurer Hunde entfernen, es sei denn, er legt sie im Gebüsch ab.

Etwas merkwürdig mutet allerdings der Hundebereich am Rathenauplatz an. Dort wurde am Rand zwischen Roonstraße und dem Park ein kleiner, recht dicht bewachsener Bereich abgeteilt und als Freilauffläche deklariert. Ich traf dort einen Hund, dem man deutlich ansah, dass er nicht wirklich weiß, was er dort soll.

Thema: Freizeit, Parks, Politik, Stadtteile | Autor: Petra | Kommentare (0)