Das Drama um die Schwimmbäder in und um Köln

Da Schwimmen mein einziger Sport ist, suche ich im Raum Köln nach dem perfekten Schwimmbad. Was muss es können? Als erstes sollte es eine angenehme Atmosphäre haben.

Da fällt das Bickendorfbad schonmal weg. Schon von außen ist es eine Katastrophe, denn es ist ein kastenförmiger Bau umgeben von scheußlichen Hochhäusern. Innen glänzt es durch die übliche 70er Jahre Ästhetik und ist sehr dunkel. Es gibt ein 25-Meter-Becken und ein Nichtschwimmerbecken. Fertig. Bahnenschwimmen ist nicht möglich, weil Spielende und Schwatzende überall im Becken herumstehen. Da reichen zehn Schwimmbadbesucher, um richtiges Schwimmen unmöglich zu machen.

Nur unwesentlich schöner ist das Nippesbad. Das ist jedoch nur noch für Schulen und Vereine geöffnet, weil Teile davon baufällig sind. Ähm. Ja – habe ich neulich gelesen. Also werden nur Schulkinder und Vereinsmitglieder gefährdet. Weiterhin streiten sich die Politiker, ob abgerissen und neugebaut oder saniert werden soll. Das kann noch dauern. :-(

Schwimmbad
Schwimmbad, Bild © Gerd Altmann(geralt), pixelio.de

Damit sind die Bäder in meiner Umgebung (ich wohne in Bilderstöckchen) schon abgedeckt. Im Bau befindet sich das Ossendorfbad, das soll wohl sehr schön werden. Ein Kombibad mit allem möglichen Schnickschnack. Leider haben wir auch hier Politikprobleme. Das Bad ist seit vielen Jahren in Planung. Ein Konzept gewann die Ausschreibung. Dann entdeckte man nach Beginn der Bauarbeiten, dass es zu teuer werden würde. Das ist hier in Köln immer so. Also wurde alles gestoppt und neu geplant. Nun gehen die Arbeiten weiter und das Bad soll 2010 fertig werden. Warum nicht 2009 fragt man sich? Kann so ein Bad nicht in 12 Monaten fertiggestellt werden? Nein. Nicht hier jedenfalls. Tja…

Dann gab es noch das kombinierte Eisstadion/Freibad an der Lentstraße. Es wurde am 3. September 2007 geschlossen und soll zur Eissaison 2010/11 wieder eröffnet werden. Abgerissen wurde das ehemalige Gebäude vor kurzem – also stand es erstmal ein Jahr lang leer und wurde nicht angerührt. Warum?? Ich verstehe es nicht.

Was haben wir dann sonst noch? Natürlich das Agrippabad in der Innenstadt. Das ist seit seinem Umbau auch sehr schön geworden, hat einen ganzjährigen Außenbereich mit Sprudelliegen und Strömungskanal, ein extra Sprungbecken, ein Solebecken, ein Lehrschwimmbecken und eine ziemlich riesige Rutsche. Natürlich ist es entsprechend gut besucht und so ist Bahnenschwimmen auch nicht immer möglich.

Das Chorweilerbad ist auch recht schön und hat als Extra ein Freizeitbecken mit Massagedüsen, Gegenstromanlage und Kleinkinderrutsche.

Mein neues Lieblingsbad ist aber seit gestern das Höhenbergbad. Es ist per U-Bahn und Bus gut zu erreichen. Als ich gestern da war, lief keine Musik, die stört mich sonst im allgemeinen Gerausche der Klima- und Umwälzungsanlagen sehr. Das Vier-Jahreszeiten-Außenbecken war zwar nicht übermäßig groß, aber man konnte prima hin- und herschwimmen. Draußen macht Schwimmen einfach am meisten Spaß! Außerhalb der Schulschwimm-Zeiten war es wunderbar leer und ich hatte sowohl im Schwimmer- als auch im Nichtschwimmerbecken viel Platz. Im Sommer ist es bestimmt auch nett da, dann öffnet das richte Außenbecken und man kann in der „Dünenlandschaft“ spielen und entspannen. :-)

Ein weiterer Tipp ist De Bütt in Hürth. Neben den normalen Becken (Schwimmer und Nichtschwimmer) ist ein Freizeitbereich vorhanden, der ist mit einem recht großen Becken ausgestattet, zusätzlich gibt es einen Strömungskanal. Eine kleine Rutsche innen ist spektakulärer, als man erst denkt, weil man enorm Fahrt aufnimmt! Eine große Rutsche in das ziemlich weitläufige Außenbecken fehlt ebenfalls nicht. Draußen warten außerdem zwei Whirlpools, etliche Düsen und eine Schwalldusche. De Bütt wäre meine erste Wahl, aber es ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln für mich schlecht zu erreichen.

Links:
http://www.koelnbaeder.de
http://www.familienbad-huerth.de/

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