Beiträge vom Oktober, 2009

Zentralbibliothek am Neumarkt

Samstag, 31. Oktober 2009 11:27

Man kann ja vieles im Internet recherchieren, aber für manche Sachen empfehlen sich auch Bücher, ja wirklich! Also hänge ich jetzt manchmal in der Zentralbibliothek am Neumarkt herum, mit Sals Netbook und umgeben von ein paar Stapeln Büchern.

Was mir dabei – nach wahrscheinlich mehrjähriger Abwesenheit – auffällt:

Zentralbibliothek Köln am Josef-Haubrich-Hof

Zentralbibliothek Köln am Josef-Haubrich-Hof

1. Sollte man nicht früher in Büchereien leise sein? Das ist heute vorbei. Die Tische werden für Japanisch-Unterricht genutzt, oder es sitzt eine Horde Leute dran und unterhält sich. Heute machte ein Handy mehrmals einen Höllenlärm, ohne dass der Besitzer irgendwie zurecht gewiesen worden wäre.

2. Viele Leute schleppen ihre Laptops mit – das geht auch ganz gut, weil es etliche Plätze gibt, die mit Steckdosen versehen sind. In der dritten und vierten Etage soll es auch WLan geben.

3. Alle Versuche, den Leuten die Möglichkeit zu geben, Bücher selbst an irgendwelchen Geräten auszuleihen, sind aufgegeben worden. Die gute alte Schlange vor den Bibliotheksmitarbeiter-Tischen ist wieder da.

4. Man darf nicht mehr einfach so auf die Toilette gehen. Es gab wohl immer Probleme mit Drogensüchtigen, die dann auf den Toiletten gefixt haben. Deswegen wurden dort erst flackernde blaustichige Lampen angebracht, die das Finden einer Vene erschweren sollten(?). Mittlerweile muss man sich per Mitgliedsausweis einen Schlüssel von den Bibliotheksmitarbeitern geben lassen, wenn man die Toilette benutzen will.

Übrigens finde ich 23,50 EUR eine ganz schön gesalzene Jahresgebühr – vor allem, wenn man bedenkt, wie bescheiden manche Stadtteilbibliotheken ausgestattet sind. Ich habe mir mal in Nippes Handarbeitsbücher angesehen, die waren voller schicker Modelle aus den 80er Jahren – völlig unbrauchbar!

Thema: Freizeit, Kultur | Kommentare (0) | Autor: Petra

Weihnachten!!

Freitag, 30. Oktober 2009 19:03

Ortloff sind die ersten mit Weihnachtsdeko

Ortloff sind die ersten mit Weihnachtsdeko

Ok, in den Supermärkten gibt es seit Ende September Spekulatius, Dominosteine und Lebkuchen. Das kann man gut oder schlecht finden, darum geht es mir hier jetzt gar nicht. (Ich find’s übrigens gut!)

Aber der Schreibwarenladen Ortloff in der Innenstadt hat schon komplett weihnachtlich dekoriert – yeah, ich glaube, damit ist er der erste!

Wer übrigens Ortloff nicht kennt, sollte den Laden unbedingt mal besuchen. Oben gibt’s teures Schreibgerät, Filofax und Artverwandtes, Gästebücher, Grußkarten und vieles mehr. Unten haben sie eine riesige Auswahl an Notizbüchern, einiges an Bastel- und Malerbedarf, zur Saison (jetzt!) Kalender in allen Größen, Formen und Farben und überhaupt alles, was das Papierwarenfan-Herz höher schlagen lässt! Ja, und zur Saison (jetzt!) natürlich auch Weihnachts-Zeugs. ;-)

Thema: Einkaufen, Freizeit | Kommentare (0) | Autor: Petra

Im Rheinau-Hafen-Viertel

Mittwoch, 28. Oktober 2009 21:08

Architektonischer Stilmix im Rheinau-Viertel

Architektonischer Stilmix im Rheinau-Viertel

Heute waren mein Vater und ich im neuen Rheinau-Hafen-Gelände unterwegs. Er lebte etliche Jahre in Köln und ist immer noch an der Stadt interessiert, außerdem geht er gern spazieren. Also habe ich ihm die Gegend gezeigt und er war ausgesprochen begeistert: Dass die Architektur der Häuser so unterschiedlich ist, die Nähe zum Rhein, die Vielzahl an Restaurants und natürlich die faszinierende Gestaltung der Kranhäuser. Einig waren wir uns allerdings, dass wir dort nicht wohnen wollen würden: Die Rheinuferstraße ist laut, die Eisenbahnbrücke (Südbrücke) ist SEHR laut, die tuckernden Schiffchen sind laut und die Straßenbahn auf der Deutzer Brücker ist – lieber Leser, du ahnst es schon – laut!

Außerdem ist kaum Grün vorhanden und da kommen wir von meinem Vater zu meiner Kollegin, die ein bisschen entsetzt und ziemlich entäuscht vom neuen Viertel war – eben weil sie sich ein paar hübsche Grünflächen gewünscht hätte. Tatsächlich gibt es ein paar Plätze, auf denen dann im Sommer Kübelpflanzen stehen und auf dem größten Platz sind sogar an drei Stellen am Rand jeweils acht kleine Bäume gepflanzt worden. Ökologisch vertretbar ist das kaum – schließlich läuft Regenwasser (und Hochwasser) auf zubetoniertem oder gepflastertem Grund schlecht ab und dass Bäume und Sträucher für angenehmere Temperaturen, mehr Sauerstoff und überhaupt ein besseres Klima sorgen, wissen wir alle. Hm, tja…

Und dann haben wir alle übereinstimmend festgestellt: So schön es am Rhein ist, man guckt immer auf die Aurora-Fabrik am gegenüberliegenden Ufer, das ist suboptimal.

Ich mag es trotzdem dort und zwar aus drei Gründen:
1. Das Viertel lag vorher einfach brach! Und mit ihm die sehr schönen alten Speicherhäuser, die Zollhäuser, die wie kleine Burgen aussehen, und etliche andere historische Gebäude. Die konnte man teilweise von der Rheinuferstraße aus sehen, aber das dann doch eher aus dem Auto, denn…
2. Man konnte hier kaum herspazieren oder radeln, da zwischen Schokoladenmuseum und Bayenthal der Rhein für das gemeine Volk gar nicht zugänglich war. Wollte man dort lang, ging man an der stark befahrenen Rheinuferstraße entlang. Nun kann man von Niehl im Norden zu Fuß bis Sürth und weiter gehen, wenn man denn möchte.
3. Mir gefällt die Architektur. Ich finde es auch schön, wie verschiedene Stile abwechseln und mit den alten Häusern kombiniert werden.

Thema: Architektur | Kommentare (0) | Autor: Petra

Agnès Milewski im Bürgerhaus Kalk, 24.10.2009

Sonntag, 25. Oktober 2009 14:21

Agnes Milewski am 24.10.09 in Köln

Agnes Milewski am 24.10.09 in Köln

Gestern abend spielte die Singer/Songwriterin Agnès Milewski im Bürgerhaus Kalk. Ist auch Kalk nicht der hübscheste Stadtteil Kölns, so sind Restaurant und der Große Saal doch sehr ansehnliche Locations. Da leider nicht viele Tickets im Vorfeld verkauft worden waren, war der Saal mit Tischen und Stühlen versehen – überall brannten Kerzchen, das sah sehr hübsch aus und tröstete ein wenig darüber hinweg, dass nur 15 bis 20 Zuschauer anwesend waren.

Schade, zumal die Musik der jungen Künstlerin durchaus massentauglich ist. Ruhige nachdenkliche Songs wechseln mit rockigen Nummern ab und die originelle Instrumentierung mit Flöte, Cello und Violine gab vielen Songs eine angenehme Dichte, ohne überfrachtet zu wirken.

Da man immer gern Vergleiche zieht, wird Agnès mal mit Alanis Morissette in einen Topf geworfen, mal mit Tori Amos und wenn man sie unbedingt einordnen will, kann man notfalls sagen, dass sie wie eine Mischung aus beiden klingt – oder doch eher wie sie selbst! Die Songs können sich nicht nur musikalisch hören lassen, auch die Texte sind durchaus beachtenswert. Es macht Spaß, wenn die hübsche Agnès engelsgleich singt “every time I watch you light a cigarette I wish you’d burn your hair and burn right there”. Nicht umsonst heißt das erste Album “Pretty Boys and Ugly Girls”. Es geht nicht nur um die schönen Gefühle im Leben.

Das zweite Album “Learn to Swim” wird am 4. Dezember 2009 erscheinen. Wir haben daraus gestern Abend auch einige Stücke gehört und sie sind ebenso gut wie die bereits bekannten,oder sogar eher noch komplexer und interessanter. Es ist Agnès und ihrer Band sehr zu wünschen, dass sie ein wenig bekannter wird, das Album gut verkauft und ihre wirklich schönen Konzerte vor einem etwas größeren Publikum spielen kann.

Wer sich über Agnès Milewski informieren möchte, kann bei MySpace oder LastFM ein paar Songs anhören oder ihre Website besuchen:
http://www.lastfm.de/music/Agnes+Milewski
http://www.myspace.com/agnesmilewski
http://agnesmilewski.com/

Thema: Kultur, Musik | Kommentare (1) | Autor: Petra