Im Rheinau-Hafen-Viertel

Architektonischer Stilmix im Rheinau-Viertel
Architektonischer Stilmix im Rheinau-Viertel

Heute waren mein Vater und ich im neuen Rheinau-Hafen-Gelände unterwegs. Er lebte etliche Jahre in Köln und ist immer noch an der Stadt interessiert, außerdem geht er gern spazieren. Also habe ich ihm die Gegend gezeigt und er war ausgesprochen begeistert: Dass die Architektur der Häuser so unterschiedlich ist, die Nähe zum Rhein, die Vielzahl an Restaurants und natürlich die faszinierende Gestaltung der Kranhäuser. Einig waren wir uns allerdings, dass wir dort nicht wohnen wollen würden: Die Rheinuferstraße ist laut, die Eisenbahnbrücke (Südbrücke) ist SEHR laut, die tuckernden Schiffchen sind laut und die Straßenbahn auf der Deutzer Brücker ist – lieber Leser, du ahnst es schon – laut!

Außerdem ist kaum Grün vorhanden und da kommen wir von meinem Vater zu meiner Kollegin, die ein bisschen entsetzt und ziemlich entäuscht vom neuen Viertel war – eben weil sie sich ein paar hübsche Grünflächen gewünscht hätte. Tatsächlich gibt es ein paar Plätze, auf denen dann im Sommer Kübelpflanzen stehen und auf dem größten Platz sind sogar an drei Stellen am Rand jeweils acht kleine Bäume gepflanzt worden. Ökologisch vertretbar ist das kaum – schließlich läuft Regenwasser (und Hochwasser) auf zubetoniertem oder gepflastertem Grund schlecht ab und dass Bäume und Sträucher für angenehmere Temperaturen, mehr Sauerstoff und überhaupt ein besseres Klima sorgen, wissen wir alle. Hm, tja…

Und dann haben wir alle übereinstimmend festgestellt: So schön es am Rhein ist, man guckt immer auf die Aurora-Fabrik am gegenüberliegenden Ufer, das ist suboptimal.

Ich mag es trotzdem dort und zwar aus drei Gründen:
1. Das Viertel lag vorher einfach brach! Und mit ihm die sehr schönen alten Speicherhäuser, die Zollhäuser, die wie kleine Burgen aussehen, und etliche andere historische Gebäude. Die konnte man teilweise von der Rheinuferstraße aus sehen, aber das dann doch eher aus dem Auto, denn…
2. Man konnte hier kaum herspazieren oder radeln, da zwischen Schokoladenmuseum und Bayenthal der Rhein für das gemeine Volk gar nicht zugänglich war. Wollte man dort lang, ging man an der stark befahrenen Rheinuferstraße entlang. Nun kann man von Niehl im Norden zu Fuß bis Sürth und weiter gehen, wenn man denn möchte.
3. Mir gefällt die Architektur. Ich finde es auch schön, wie verschiedene Stile abwechseln und mit den alten Häusern kombiniert werden.

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