Zentralbibliothek am Neumarkt

Man kann ja vieles im Internet recherchieren, aber für manche Sachen empfehlen sich auch Bücher, ja wirklich! Also hänge ich jetzt manchmal in der Zentralbibliothek am Neumarkt herum, mit Sals Netbook und umgeben von ein paar Stapeln Büchern.

Was mir dabei – nach wahrscheinlich mehrjähriger Abwesenheit – auffällt:

Zentralbibliothek Köln am Josef-Haubrich-Hof
Zentralbibliothek Köln am Josef-Haubrich-Hof

1. Sollte man nicht früher in Büchereien leise sein? Das ist heute vorbei. Die Tische werden für Japanisch-Unterricht genutzt, oder es sitzt eine Horde Leute dran und unterhält sich. Heute machte ein Handy mehrmals einen Höllenlärm, ohne dass der Besitzer irgendwie zurecht gewiesen worden wäre.

2. Viele Leute schleppen ihre Laptops mit – das geht auch ganz gut, weil es etliche Plätze gibt, die mit Steckdosen versehen sind. In der dritten und vierten Etage soll es auch WLan geben.

3. Alle Versuche, den Leuten die Möglichkeit zu geben, Bücher selbst an irgendwelchen Geräten auszuleihen, sind aufgegeben worden. Die gute alte Schlange vor den Bibliotheksmitarbeiter-Tischen ist wieder da.

4. Man darf nicht mehr einfach so auf die Toilette gehen. Es gab wohl immer Probleme mit Drogensüchtigen, die dann auf den Toiletten gefixt haben. Deswegen wurden dort erst flackernde blaustichige Lampen angebracht, die das Finden einer Vene erschweren sollten(?). Mittlerweile muss man sich per Mitgliedsausweis einen Schlüssel von den Bibliotheksmitarbeitern geben lassen, wenn man die Toilette benutzen will.

Übrigens finde ich 23,50 EUR eine ganz schön gesalzene Jahresgebühr – vor allem, wenn man bedenkt, wie bescheiden manche Stadtteilbibliotheken ausgestattet sind. Ich habe mir mal in Nippes Handarbeitsbücher angesehen, die waren voller schicker Modelle aus den 80er Jahren – völlig unbrauchbar!

Be Sociable, Share!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.