Beiträge vom November, 2010

Der nagelneue Weihnachtsmarkt am Dom

Dienstag, 30. November 2010 12:10

Die Bühne - der Platz davor ist völlig überfüllt

Die Bühne - der Platz davor ist völlig überfüllt

Alles neu machen die neuen Veranstalter, oder auch nicht…

Tatsächlich sieht er schon etwas anders aus als früher: Weihnachtsbaum und Bühne sind nun von roten Lämpchen beleuchtet. Und überhaupt, die Beleuchtung, kommt sie nur mir besonders schummrig vor? Mehr Platz als vorher gibt es nicht – im Gegenteil, am ersten Adventssonntag, war es so überfüllt, dass es manchmal kein Durchkommen gab.

Die musikalische Untermalung bestand aus einem Orchester junger Menschen, das mehr schlecht als recht spielte. Es handelte sich dabei wohl um das Orchester der Domstätter Köln. Von ‘Do they know it’s Christmas‘ bis zum Partyhit ‘Hey, das geht ab‘ reichte das Spektrum, das vom Publikum begeistert aufgenommen wurde, warum auch immer.

Viele Verkäufer kennt man noch aus den letzten Jahren, allerdings stehen sie alle an neuen Plätzen. Da sind die Boomerangs, Senf aus der Eifel, Langos (leckere herzhafte Blätterteig-Fladen – sehr empfehlenswert) aus Ungarn, diverse Wollsachen, Taucherfigürchen usw. Allerdings konnten die Veranstalter ihr Versprechen nicht halten, dass alle aus dem Ausland stammenden Waren nachweislich aus fairem Handel stammen. Die entsprechenden Auszeichnungen (wie FairTrade) seien einfach zu uneinheitlich.

Die meisten Verkäufer kennt man aus den letzten Jahren

Die meisten Verkäufer kennt man aus den letzten Jahren

Mir kam es so vor, als sei es noch schwerer, ohne doppelte Wege alle Buden zu besuchen – das kann aber auch daran liegen, dass sich mir die Lage des Weihnachtsmarktes nicht ganz erschloss. Laut Plan auf dem Flyer, den man sich auf der Website des Weihnachtsmarkts herunterladen kann, ist der Aufbau jedoch nicht besonders kompliziert.

Viel zu klein ist der Platz vor der Bühne, das lässt sich auch schon aus dem Plan erahnen. Wenn hier Publikum steht, sind die Buden in der Nähe nicht zu erreichen und es gibt kein Durchkommen.

Kurzum: Ich finde, der neue Markt stellt keine Verbesserung dar, mir gefallen die zu gleichmäßig angeordneten roten Lämpchen über dem zentralen Platz nicht, es ist etwas zu dunkel und im inneren Bereich mag ich mir nicht ausdenken, was passiert, wenn eine Panik ausbricht. Vor allem auf der Seite des Römisch-Germanischen Museums, denn dort drängen sich die Menschen in zwei Gassen, während es auf der Seite des Dom Hotels mit drei Gassen mehr Platz gibt. Damit will ich aber nicht sagen, dass der neue Weihnachtsmarkt nicht hübsch ist – vieles ist ja beim Alten geblieben und wenn man am Sonntag Abend hingeht, muss man mit Gedrängel rechnen. Aber für meinen Geschmack ist er nicht schöner oder besser geworden.

Thema: Einkaufen, Essen - Trinken - Ausgehen | Kommentare (0) | Autor: Petra

Da kommt Freude auf: Fahrt mit der Linie 13

Montag, 8. November 2010 19:29

Gelegentlich fahre ich mit der Linie 13, mal Richtung Mülheim, mal nach Ehrenfeld – immer von der Haltestelle Geldernstraße/Parkgürtel aus. Das ist jedes Mal eine Freude. Erstens befindet sich oberirdisch ein Büdchen. Das ist ein Treffpunkt für Alkoholiker und sonstiges Gesocks. Wirklich, ich bin nicht pingelig, aber was da für Gestalten herumhängen, da habe ich oft Angst und bin immer wieder von ihrem Gestank angeekelt. Fährt man mit dem Auto dran vorbei, wird man gelegentlich Zeuge, wie sie – immerhin mitten auf dem viel befahren Gürtel – seitlich an das Kioskgebäude pinkeln. Das war aber heute nicht mein Problem.

Vielmehr wurde ich, als ich die Treppe zum Bahnsteig Richtung Mülheim hinunter ging, schon von lieblichem Geröchel empfangen. Kaum konnte ich den Verursacher dieses feuchten Hustens sehen, erblickte ich, wie er eine nicht unerhebliche Menge gelblichen Schleims in den Papierkorb spuckte. Bäh! Wenigstens nicht auf den Boden.

Dann setzte ich mich auf die Bank und wartete auf die 13, die meiner Meinung nach ganz besonders oft zu spät kommt. Die Anzeige sagte, es sei 10:36 Uhr und die nächsten beiden Bahnen seien in 5 bzw. 7 Minuten zu erwarten. Schon wieder Fahrplanunregelmäßigkeiten, aber kein Problem für mich – 5 Minuten Wartezeit ist ja super. 3 Minuten später sollten die Bahnen immer noch in 5 bzw. 7 Minuten kommen. Um 10:41 Uhr sollten beide in 4 Minuten kommen.

Derweil hatte sich zu dem netten Mann mit dem schlimmen Husten, der mittlerweile auch noch regelmäßig die Nase hochzog, ein weiterer Mann mit einem etwas trockeneren Husten gesellt. *Seufz*

Um 10:46 Uhr (10 Minuten nachdem ich den Bahnsteig betreten hatte) kam dann eine der angekündigten Bahnen, die zweite sollte in 3 Minuten eintreffen. Ach ja, die Zeitrechnung der KVB ist eben eine andere als die der übrigen Welt.

Thema: Allgemeines | Kommentare (0) | Autor: Petra

Eintrittspreise der Kölner Museen erhöht

Donnerstag, 4. November 2010 17:00

Raumbild Lebensräume - Lebensformen: Türkei - Der Empfang von Gästen - Rautenstrauch-Joest-Museum - Kulturen der Welt - Foto: Martin Claßen und Arno Jansen, Köln

Raumbild Lebensräume - Lebensformen: Türkei - Der Empfang von Gästen - Rautenstrauch-Joest-Museum - Kulturen der Welt - Foto: Martin Claßen und Arno Jansen, Köln

Seit gestern, Mittwoch den 3. November 2010, haben die Museen in Köln die Eintrittspreise erhöht, und zwar recht ordentlich. Die beiden neu gestalteten Museen sind fast doppelt so teuer geworden: Das Rautenstrauch-Joest-Museum hat von 3,20 auf 6,00 EUR erhöht, das Museum Schnütgen von 3,20 auf 5,00 EUR. Noch teurer sind das Wallraf-Richartz-Museum (früher 5,80 EUR, jetzt 7 EUR) und das Museum Ludwig (Erhöhung von 9,00 auf 10,00 EUR). Das Römisch-Germanische Museum kostet jetzt runde 5 EUR (vorher 4,30 EUR), ebenso wie das Museum für Angewandte Kunst, das Museum für Ostasiatische Kunst und das Kölnische Stadtmuseum, dort zahlte man bisher 4,20 EUR.

Das Jahresticket für alle Kölner Museen inklusive der Sonderausstellungen ist jetzt für 80 EUR zu haben, das habe ich vor zwei Wochen noch für 68 EUR bekommen.

Alle neuen Preise, auch des NS-Dokumentationszentrums, der Archäologischen Zone, der Kombitickets und Familientickets usw. findet ihr in der Pressemitteilung der Stadt Köln:
http://www.stadt-koeln.de/1/presseservice/mitteilungen/2010/05087/ und natürlich auf den Webseiten der Museen.

Das neue Rautenstrauch-Joest-Museum hat seinen höheren Eintrittspreis übrigens unbedingt verdient – die Austellung ist modern, informativ und abwechslungsreich – kein Vergleich mit dem früheren Museum!

Thema: Bildung, Freizeit, Kultur, Museum | Kommentare (0) | Autor: Petra