Da kommt Freude auf: Fahrt mit der Linie 13

Gelegentlich fahre ich mit der Linie 13, mal Richtung Mülheim, mal nach Ehrenfeld – immer von der Haltestelle Geldernstraße/Parkgürtel aus. Das ist jedes Mal eine Freude. Erstens befindet sich oberirdisch ein Büdchen. Das ist ein Treffpunkt für Alkoholiker und sonstiges Gesocks. Wirklich, ich bin nicht pingelig, aber was da für Gestalten herumhängen, da habe ich oft Angst und bin immer wieder von ihrem Gestank angeekelt. Fährt man mit dem Auto dran vorbei, wird man gelegentlich Zeuge, wie sie – immerhin mitten auf dem viel befahren Gürtel – seitlich an das Kioskgebäude pinkeln. Das war aber heute nicht mein Problem.

Vielmehr wurde ich, als ich die Treppe zum Bahnsteig Richtung Mülheim hinunter ging, schon von lieblichem Geröchel empfangen. Kaum konnte ich den Verursacher dieses feuchten Hustens sehen, erblickte ich, wie er eine nicht unerhebliche Menge gelblichen Schleims in den Papierkorb spuckte. Bäh! Wenigstens nicht auf den Boden.

Dann setzte ich mich auf die Bank und wartete auf die 13, die meiner Meinung nach ganz besonders oft zu spät kommt. Die Anzeige sagte, es sei 10:36 Uhr und die nächsten beiden Bahnen seien in 5 bzw. 7 Minuten zu erwarten. Schon wieder Fahrplanunregelmäßigkeiten, aber kein Problem für mich – 5 Minuten Wartezeit ist ja super. 3 Minuten später sollten die Bahnen immer noch in 5 bzw. 7 Minuten kommen. Um 10:41 Uhr sollten beide in 4 Minuten kommen.

Derweil hatte sich zu dem netten Mann mit dem schlimmen Husten, der mittlerweile auch noch regelmäßig die Nase hochzog, ein weiterer Mann mit einem etwas trockeneren Husten gesellt. *Seufz*

Um 10:46 Uhr (10 Minuten nachdem ich den Bahnsteig betreten hatte) kam dann eine der angekündigten Bahnen, die zweite sollte in 3 Minuten eintreffen. Ach ja, die Zeitrechnung der KVB ist eben eine andere als die der übrigen Welt.

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