Der nagelneue Weihnachtsmarkt am Dom

Die Bühne - der Platz davor ist völlig überfüllt
Die Bühne - der Platz davor ist völlig überfüllt

Alles neu machen die neuen Veranstalter, oder auch nicht…

Tatsächlich sieht er schon etwas anders aus als früher: Weihnachtsbaum und Bühne sind nun von roten Lämpchen beleuchtet. Und überhaupt, die Beleuchtung, kommt sie nur mir besonders schummrig vor? Mehr Platz als vorher gibt es nicht – im Gegenteil, am ersten Adventssonntag, war es so überfüllt, dass es manchmal kein Durchkommen gab.

Die musikalische Untermalung bestand aus einem Orchester junger Menschen, das mehr schlecht als recht spielte. Es handelte sich dabei wohl um das Orchester der Domstätter Köln. Von ‚Do they know it’s Christmas‚ bis zum Partyhit ‚Hey, das geht ab‚ reichte das Spektrum, das vom Publikum begeistert aufgenommen wurde, warum auch immer.

Viele Verkäufer kennt man noch aus den letzten Jahren, allerdings stehen sie alle an neuen Plätzen. Da sind die Boomerangs, Senf aus der Eifel, Langos (leckere herzhafte Blätterteig-Fladen – sehr empfehlenswert) aus Ungarn, diverse Wollsachen, Taucherfigürchen usw. Allerdings konnten die Veranstalter ihr Versprechen nicht halten, dass alle aus dem Ausland stammenden Waren nachweislich aus fairem Handel stammen. Die entsprechenden Auszeichnungen (wie FairTrade) seien einfach zu uneinheitlich.

Die meisten Verkäufer kennt man aus den letzten Jahren
Die meisten Verkäufer kennt man aus den letzten Jahren

Mir kam es so vor, als sei es noch schwerer, ohne doppelte Wege alle Buden zu besuchen – das kann aber auch daran liegen, dass sich mir die Lage des Weihnachtsmarktes nicht ganz erschloss. Laut Plan auf dem Flyer, den man sich auf der Website des Weihnachtsmarkts herunterladen kann, ist der Aufbau jedoch nicht besonders kompliziert.

Viel zu klein ist der Platz vor der Bühne, das lässt sich auch schon aus dem Plan erahnen. Wenn hier Publikum steht, sind die Buden in der Nähe nicht zu erreichen und es gibt kein Durchkommen.

Kurzum: Ich finde, der neue Markt stellt keine Verbesserung dar, mir gefallen die zu gleichmäßig angeordneten roten Lämpchen über dem zentralen Platz nicht, es ist etwas zu dunkel und im inneren Bereich mag ich mir nicht ausdenken, was passiert, wenn eine Panik ausbricht. Vor allem auf der Seite des Römisch-Germanischen Museums, denn dort drängen sich die Menschen in zwei Gassen, während es auf der Seite des Dom Hotels mit drei Gassen mehr Platz gibt. Damit will ich aber nicht sagen, dass der neue Weihnachtsmarkt nicht hübsch ist – vieles ist ja beim Alten geblieben und wenn man am Sonntag Abend hingeht, muss man mit Gedrängel rechnen. Aber für meinen Geschmack ist er nicht schöner oder besser geworden.

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