Der neue Saturn am Hansaring

Der Saturn-Eingang ist nun in der Ritterstraße
Der Saturn-Eingang ist nun in der Ritterstraße

Seit Anfang September feiert Saturn am Hansaring nach dem Umbau Neueröffnung. Das Aussehen des Ladens ist an die anderen Saturn-Geschäfte und Schwester-Unternehmen angepasst worden; der Keller mit den Computer- und Konsolenspielen sieht z. B. aus wie die untere Etage des MediaMarkts auf der Hohe Straße. Im Erdgeschoss findet man alles andere, sprich DVDs, BluRays, CDs, Fanartikel und ein paar Bücher. Somit steht also deutlich weniger Platz zur Verfügung und darunter hat vor allem der Klassik-Bereich gelitten.

War man früher auf der ersten Etage in einer ganz anderen Welt und konnte nach Herzenzlust stöbern, wird man nun, wenn man die CDs in den drei Regalreihen am Rand anschaut, von Popmusik bewummert und es gibt an den Engstellen kaum Platz genug, um an einem anderen Kunden vorbeizugehen.

Der Pop/Rock-Bereich wirkt auch enger als vorher, meine Stichprobe ergab aber, dass das Angebot scheinbar ähnlich groß ist wie früher.

Man hat mehr Wert auf Deko gelegt als vorher, überall locken Aufsteller, Plakate und andere Werbemittel. Aber ungemütlich und eng ist es geworden. Keine Plüschsessel mit CD-Stationen mehr wie früher im Zwischengang zwischen CD- und DVD-Abteilung, keine Vinyl-Abteilung im Keller und die CD-Empfehlungen der Mitarbeiter habe ich auch nicht mehr gefunden, aber die kann ich auch übersehen haben.

Der Wandel vom alten Saturn – damals als es nur den einen Saturn gab, den größten Plattenladen der Welt – bis hin zum Klon all der anderen Saturn- und MediaMarkt-Filialen ist wenig vorteilhaft. Der Saturn am Hansaring ist nichts besonderes mehr. Wie soll im Übrigen eine Verkleinerung auch eine Verbesserung darstellen, es sei denn, man hätte vorher Platz verschenkt, was definitiv nicht der Fall war.

Be Sociable, Share!

5 Replies to “Der neue Saturn am Hansaring

  1. Du sprichst mir aus der Seele. Wenn ich allein an die Spartenaufteilung denke, die es früher in der Klassikabteilung gab, die umfangreiche Kammermusiksparte, die nochmal nach Instrumenten unterteilt war, das war einmalig. Jetzt gibt es keinen Grund mehr, dahin zu fahren – da war ja fast die Aufteilung in dem Interimsort (Keller anderes Gebäude) währende der Umbauphase besser.

  2. Schade drum..aber solange die Controllerheinis und Marketingfutzies auf diesem Trip sind, werden sie alles verschlimmbessern statt Bewährtes zu lassen. Ich war noch nicht wieder da seit Umbau, aber wenn ich mich dort nicht mehr wohlfühle beim Stöbern, weil es aussieht wie überall, dann kauf ich in Zukunft dort keine Platten mehr.

  3. Die Klassikabteilung im Saturn am Hansaring ist nicht mehr existent. Es handelt sich nur noch um einen kleinen CD-Laden.
    Ich kann nur jeden warnen, der wie früher von weit her gefahren kam, um körbeweise einzukaufen.

    Da gibt es nichts mehr.
    Bestellt lieber online, aber bitte nicht bei Saturn.

  4. Früher war ich auch viel lieber zu Saturn gefahren, kam jeden Monat von Aachen aus dorthin, und das war sozusagen mein „Klassik- Tempel“ ;-) Und das absolute Highlight war dann anschließend oder auch vorher (manchmal 2x) die obligatorische Paternosterrundfahrt im Hansahochhaus und der malerische Ausblick von der 17. Etage! Leider kommt man heutzutage dort nicht mehr so einfach rein, da man klingeln muss und ich will da ja auch keinen nerven. Alles in Allem- Saturn früher war 1000x besser als heute!

  5. Früher fuhr ich einmal pro Monat mit Suchliste von Bonn zu Saturn in die CD-Abteilung und verbrachte dort regelmäßig fünf bis sechs Stunden. Die Auswahl war enorm und am Ende hatte ich immer 500 bis 600 Euro auf der Rechnung. Seit dem Umbau war ich nur einmal dort und schrecklich enttäuscht. Ein nur noch eingeschränktes Angebot mit Gängigem, aber keine seltenen Sachen mehr. Ich bin nie wieder dorthin gefahren.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.