Beiträge vom Januar, 2012

Spielplatz mit Aussicht in Kalk

Dienstag, 24. Januar 2012 12:19

Spielplatz in Kalk mit riesigem Seilklettergerüst

Spielplatz in Kalk mit riesigem Seilklettergerüst

Kalk genießt nicht den besten Ruf, ist aber ein durchaus nicht uninteressantes Stadtviertel. Es ist ein echtes gewachsenes Veedel und mittlerweile lockt es Shopping-Kundschaft aus dem halben Rheinland auf die rechte Rheinseite. Zwischen Köln Arcaden, dem Neubauviertel und dem riesigen Bauhaus befindet sich eine Grünanlage, zu der auch ein großer Spielplatz gehört. Während der Nachwuchs beim Klettern wahrscheinlich keinen Blick dafür hat, werden sich viele der Mamas und Papas an dem tollen Blick auf KölnTriangle und Dom erfreuen können. Für die Kinder stehen ein Fußballplatz, ein riesiges Seilklettergerüst und diverse Rutschen zur Verfügung. Und viel Platz, um eigene Spiele zu spielen.

Die Aussicht auf das KölnTriangel und den Dom

Die Aussicht auf das KölnTriangle und den Dom

Thema: Freizeit, Kinder, Parks, Stadtteile | Kommentare (0) | Autor: Petra

Zeichen und Wunder: Haltestelle Neusser Straße/Gürtel wird renoviert

Freitag, 20. Januar 2012 19:29

Die Haltestelle Neusser Straße/Gürtel in Nippes

Die Haltestelle Neusser Straße/Gürtel in Nippes

In diesem Jahr soll passieren, was seit 1998 geplant ist. Die rund 40 Jahre alte Haltestelle Neusser Straße/Gürtel wird umgebaut.

Für alle, die diese Haltestelle nicht näher kennen, eine kurze Beschreibung der derzeitigen Situation:

An dieser Haltestelle treffen die Hochbahn Linie 13 und die beiden U-Bahn-Linien 12 und 15 sowie etliche Bus-Linien aufeinander. Daher handelt es sich um eine häufig frequentierte Station, an der die Menschen oft umsteigen. Um die Hochbahn oder die U-Bahn zu erreichen, benutzt man einen der vier Zugänge, die auf eine unterirdische Verteilerebene führen – allesamt ohne Rolltreppen und einen Fahrstuhl gibt es auch nicht. Von der Verteilerebene aus führen Treppen hinunter zur U-Bahn und hinauf zur Hochbahn. Von der U-Bahn aus führen Rolltreppen nach oben, die Hochbahn wird in beide Richtungen von Rolltreppen bedient.

Hier wird es einen Eingang geben

Hier wird es einen Eingang geben

Erst kürzlich erzählte mir eine Freundin, die nur ganz selten mal in Köln ist, dass sie mehrfach in dieser Haltestelle die Treppen hinauf und hinunter ging, immer mal auf der Straßenebene zum Fenster hinaus sah, aber einfach den Ausgang nicht fand.

Neben der völligen Abwesenheit eines Fahrstuhls ist das nämlich das aberwitzige dieser Architektur. Um hinauf zur Hochbahn zu gelangen, muss man erst einmal hinunter in den Keller zur Verteilerebene und auf dem Weg hinaus ist es umgekehrt: So schaut man erst einmal sehnsüchtig durch die großen Fenster zur Straße hin, sieht dort den Bus stehen, den man gerade verpasst, denn leider muss man erst in das Untergeschoss und dann wieder die Treppen hinaufsteigen, um die Hochbahnhaltstelle der Linie 13 zu verlassen.

Im Laufe dieses Jahres wird die Haltestelle nun endlich umgebaut. Zwei geräumige Aufzüge für 13 Personen verbinden Hochbahn, Straßenebene und U-Bahn-Ebene miteinander. Außerdem werden auf der Straßenebene Eingänge eingebaut. Während der Umbauten werden die bisherigen Treppen teilweise gesperrt sein und man erreicht die Hochbahn über vorübergehend errichtete Treppentürme.

Zusätzlich wird der derzeitig geschlossene Kiosk auf der Verteilerebene renoviert, die Lüftung wird erneuert, eine neue Beleuchtung eingebaut, ein taktiles Blindenleitsystem in die Pflasterung eingefügt und die Station wird von außen angestrichen. 4,3 Millionen kostet der Umbau, der zu großen Teilen von Land und dem Nahverkehr-Rheinland finanziert wird. Anfang 2013 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Thema: Architektur, Stadtteile | Kommentare (0) | Autor: Petra

Morphomata

Mittwoch, 11. Januar 2012 16:50

Das Institut Morphomata im Weyertal

Das Institut Morphomata im Weyertal

Im letzten Herbst kam ich an diesem hübschen Gebäude vorbei. Ach, da hing ja auch ein Schild, um mir mitzuteilen, wer hier residiert. Und zwar handelt es sich um das Internationale Kolleg Morphomata der Universität zu Köln. Ah ja.

Manche Leute werfen Akademikern sowieso vor, ein bisschen abgehoben zu sein oder auch völlig neben der Realität herzuleben und die Erklärung, was das Institut denn nun macht, wird sie davon nicht abbringen. Man beschäftigt sich nämlich mit der Genese, Dynamik und Medialität kultureller Figurationen.

Arbeitet man sich auf der Website allerdings weiter vor, erfährt man mehr: “Jährlich bis zu 10 Fellows aus aller Welt forschen gemeinsam mit Kölner Wissenschaftlern zu Fragen kulturellen Wandels. Geleitet wird das Center for Advanced Studies von Günter Blamberger (Neuere deutsche Literaturwissenschaft) und Dietrich Boschung (Klassische Archäologie). Im Dialog mit internationalen Wissenschaftlern gibt das Kolleg geisteswissenschaftlicher Forschung einen neuen Ort – ein Denklabor, in dem unterschiedliche disziplinäre und kulturelle Perspektiven verhandelt werden.”

Das klingt, wie ich finde, sehr interessant. Und übermorgen, am 13. Januar 2012, informieren die Fellows über ihre aktuellen Studien beim Fellowtag, hier das Programm:

09.00 Masashi Oishi (Köln)
The Logic of Imagination – Dialectics of Objectification and Signification

11.00 Reinhard Förtsch (Köln)
From Robert Cawdrey to Big Classics Data

14.00 Manfred Hostmanshoff (Leiden)
Das Schweigegelöbnis im Hippokratischen Eid und in anderen griechischen medizinischen Schriften

16.00 Steffen Siegel (Jena)
Fotografie in der Sackgasse? Über Anfangsprobleme eines Bildmediums

Außerdem finden in nächster Zeit noch zwei Workshops unter der Beteiligung der Morphomata-Leute statt, eines über Venus als Muse in Köln und eines über die archäologischen Imaginationen von Dichtern in Metz.

Das Institut befindet sich im Weyertal 59 (Rückgebäude), in 50937 Köln.

Thema: Architektur, Bildung, Kultur | Kommentare (0) | Autor: Petra

Alles neu macht 2012

Mittwoch, 11. Januar 2012 16:12

Liebe AllesUeberKoeln-Leser!

Mein neuer Arbeitsplatz in Köln Nippes

Mein neuer Arbeitsplatz in Köln Nippes

Dieses Jahr hat sich bei mir einiges verändert. Ich bin umgezogen und arbeite jetzt an diesem schönen Arbeitsplatz mit Blick über das Nippeser Tälchen und vom Balkon aus habe ich sogar Dom-Blick!

Nachdem der schlimmste Umzugsstress nun vorbei ist, kommen auch meine Blogs wieder zu Ehren.

Schließlich habe ich auch noch eine Co-Autorin gefunden, die gelegentlich vor allem aus dem rechtsrheinischen Köln berichten will, Heike Baller. Von ihr ist der Artikel über den Dellbrücker Bücherschrank. Sie ist die Betreiberin der Website http://www.profi-wissen.de, dort findet Ihr ein lesenswertes Blog über die Recherche im Netz.

Das neue Jahr verspricht also interessant zu werden – ich freu mich drauf!

Liebe Grüße
Petra

Thema: Allgemeines, Stadtteile | Kommentare (1) | Autor: Petra

Literaturquelle rechtsrheinisch – kostenlos

Donnerstag, 5. Januar 2012 17:07

Bücherschrank in Dellbrück

Seit Mitte Juni – ich musste es eben nachlesen – gibt es in Dellbrück in der Nähe der Haltestelle Dellbrücker Hauptstraße einen Bücherschrank. Draußen. Das Prinzip ist bekannt: Wer bestimmte Bücher nicht mehr bei sich behalten möchte, kann sie hier einstellen. Wer sich für einen (oder mehrere) Titel interessiert, kann das entsprechende Buch mit nach Hause nehmen und entweder behalten oder nach dem Lesen wieder zurückstellen. Das klappt im Großen und Ganzen sehr gut. Die Gefahr, dass alle nur völlig abgegriffene Taschenbücher von Anno Tobak mit Kellerodeur oder mit Wasserschäden und zerrissenem Buchdeckel abladen, wird durch engagierte Menschen unterbunden, die hingehen und solche Sachen flugs entfernen. Außerdem klärte eine Zeitlang ein Schild über Sinn und Zweck auf – kultureller Austausch, jawohl.

Nein, ich will mich darüber gar nicht mokieren. Auch ich habe schon einiges gefunden und gelesen und sogar auch schon was behalten. Allerdings habe ich die Gelegenheit genutzt, dass jemand die alten Berte-Bratt-Schätzchen aussortiert hat und habe da noch mal ein bisschen der Nostalgie gepflegt. Das Gros der Bücher ist schon eher so „Gebrauchsliteratur“ – einschließlich veralteter PC-Bücher; die „hohe Literatur“ ist seltener vertreten. Das heißt wohl, dass die Menschen die lieber zu Hause behalten …

Auf jeden Fall ist die Fluktuation recht hoch – es lohnt sich durchaus, in Lesestoffmangelphasen mehrfach die Woche vorbeizuschauen.

Auch Kinder finden Lesestoff im Dellbrücker Bücherschrank

Das als Kinderfach bezeichnete unterste Regalbrett wird meist doch von Erwachsenenliteratur belegt, was daran liegen mag, dass größere Mengen an Kinder- und Jugendliteratur selten vorkommen.

Ein weiteres Ziel sollte ja die Kommunikation, der Austausch vor Ort sein. Das klappt auch, ich kann es bestätigen. Bei mir steht noch ein Besuch im Nachbarort aus, denn ich traf vor ein paar Wochen eine alte Dame, der ich von meinem Interesse an Mädchenliteratur (bitte bis nach unten scrollen …) erzählte und die mir daraufhin von einem Buch mit Gedichten für Mädchen erzählte, das ihre Mutter als junges Mädchen zum Geschenk erhielt – ob mich das interessiere? Und ob! Ich bin gespannt.

Auch eigene Bücher habe ich schon im Regal deponiert. Das fällt mir leichter, als überlebte Bücher ins Altpapier zu geben. Bevor ich diese Möglichkeit vor der Nase hatte, habe ich Bücher im Krankenhaus Holweide abgegeben – vor der Kapelle steht ein Regal mit dem gleichen Sinn und Zweck und derselben Funktionsweise wie der Dellbrücker Bücherschrank.

Es gibt – auch in Köln – noch mehr solcher Schränke; eine unvollständige Liste für Deutschland hält Wikipedia bereit. Nicht nur eine Liste sondern die Geschichte der Bücherschränke in Köln gibt es beim Projekt Eselsohr der Bürgerstiftung Köln.

Thema: Bildung, Freizeit | Kommentare (2) | Autor: Heike