Morphomata

Das Institut Morphomata im Weyertal
Das Institut Morphomata im Weyertal

Im letzten Herbst kam ich an diesem hübschen Gebäude vorbei. Ach, da hing ja auch ein Schild, um mir mitzuteilen, wer hier residiert. Und zwar handelt es sich um das Internationale Kolleg Morphomata der Universität zu Köln. Ah ja.

Manche Leute werfen Akademikern sowieso vor, ein bisschen abgehoben zu sein oder auch völlig neben der Realität herzuleben und die Erklärung, was das Institut denn nun macht, wird sie davon nicht abbringen. Man beschäftigt sich nämlich mit der Genese, Dynamik und Medialität kultureller Figurationen.

Arbeitet man sich auf der Website allerdings weiter vor, erfährt man mehr: „Jährlich bis zu 10 Fellows aus aller Welt forschen gemeinsam mit Kölner Wissenschaftlern zu Fragen kulturellen Wandels. Geleitet wird das Center for Advanced Studies von Günter Blamberger (Neuere deutsche Literaturwissenschaft) und Dietrich Boschung (Klassische Archäologie). Im Dialog mit internationalen Wissenschaftlern gibt das Kolleg geisteswissenschaftlicher Forschung einen neuen Ort – ein Denklabor, in dem unterschiedliche disziplinäre und kulturelle Perspektiven verhandelt werden.“

Das klingt, wie ich finde, sehr interessant. Und übermorgen, am 13. Januar 2012, informieren die Fellows über ihre aktuellen Studien beim Fellowtag, hier das Programm:

09.00 Masashi Oishi (Köln)
The Logic of Imagination – Dialectics of Objectification and Signification

11.00 Reinhard Förtsch (Köln)
From Robert Cawdrey to Big Classics Data

14.00 Manfred Hostmanshoff (Leiden)
Das Schweigegelöbnis im Hippokratischen Eid und in anderen griechischen medizinischen Schriften

16.00 Steffen Siegel (Jena)
Fotografie in der Sackgasse? Über Anfangsprobleme eines Bildmediums

Außerdem finden in nächster Zeit noch zwei Workshops unter der Beteiligung der Morphomata-Leute statt, eines über Venus als Muse in Köln und eines über die archäologischen Imaginationen von Dichtern in Metz.

Das Institut befindet sich im Weyertal 59 (Rückgebäude), in 50937 Köln.
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