Zeichen und Wunder: Haltestelle Neusser Straße/Gürtel wird renoviert

Die Haltestelle Neusser Straße/Gürtel in Nippes
Die Haltestelle Neusser Straße/Gürtel in Nippes

In diesem Jahr soll passieren, was seit 1998 geplant ist. Die rund 40 Jahre alte Haltestelle Neusser Straße/Gürtel wird umgebaut.

Für alle, die diese Haltestelle nicht näher kennen, eine kurze Beschreibung der derzeitigen Situation:

An dieser Haltestelle treffen die Hochbahn Linie 13 und die beiden U-Bahn-Linien 12 und 15 sowie etliche Bus-Linien aufeinander. Daher handelt es sich um eine häufig frequentierte Station, an der die Menschen oft umsteigen. Um die Hochbahn oder die U-Bahn zu erreichen, benutzt man einen der vier Zugänge, die auf eine unterirdische Verteilerebene führen – allesamt ohne Rolltreppen und einen Fahrstuhl gibt es auch nicht. Von der Verteilerebene aus führen Treppen hinunter zur U-Bahn und hinauf zur Hochbahn. Von der U-Bahn aus führen Rolltreppen nach oben, die Hochbahn wird in beide Richtungen von Rolltreppen bedient.

Hier wird es einen Eingang geben
Hier wird es einen Eingang geben

Erst kürzlich erzählte mir eine Freundin, die nur ganz selten mal in Köln ist, dass sie mehrfach in dieser Haltestelle die Treppen hinauf und hinunter ging, immer mal auf der Straßenebene zum Fenster hinaus sah, aber einfach den Ausgang nicht fand.

Neben der völligen Abwesenheit eines Fahrstuhls ist das nämlich das aberwitzige dieser Architektur. Um hinauf zur Hochbahn zu gelangen, muss man erst einmal hinunter in den Keller zur Verteilerebene und auf dem Weg hinaus ist es umgekehrt: So schaut man erst einmal sehnsüchtig durch die großen Fenster zur Straße hin, sieht dort den Bus stehen, den man gerade verpasst, denn leider muss man erst in das Untergeschoss und dann wieder die Treppen hinaufsteigen, um die Hochbahnhaltstelle der Linie 13 zu verlassen.

Im Laufe dieses Jahres wird die Haltestelle nun endlich umgebaut. Zwei geräumige Aufzüge für 13 Personen verbinden Hochbahn, Straßenebene und U-Bahn-Ebene miteinander. Außerdem werden auf der Straßenebene Eingänge eingebaut. Während der Umbauten werden die bisherigen Treppen teilweise gesperrt sein und man erreicht die Hochbahn über vorübergehend errichtete Treppentürme.

Zusätzlich wird der derzeitig geschlossene Kiosk auf der Verteilerebene renoviert, die Lüftung wird erneuert, eine neue Beleuchtung eingebaut, ein taktiles Blindenleitsystem in die Pflasterung eingefügt und die Station wird von außen angestrichen. 4,3 Millionen kostet der Umbau, der zu großen Teilen von Land und dem Nahverkehr-Rheinland finanziert wird. Anfang 2013 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

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