Regionale 2010 – RegioGrün – es tut sich was an der Isenburg!

Das Geld ist schon lange zugesagt, Baumaterial lag auch schon eine Weile rum und Donnerstagabend entdeckte ich ein großes Schild, wozu das alles: Die Kultur- und Landschaftsachse Strunder Bach nimmt auch in Holweide Gestalt an.

Baustellenschild an der Isenburg

Aber der Reihe nach: Im Jahre 2007 veröffentlichte die Stadt Köln einen ersten Überblick über die geplante Achse entlang des Strunder Bachs. An vier Stellen des Bachlaufs von Herrenstrunden bis zur ehemaligen Mündung in den Rhein bei Mülheim sollten „Lupenräume“ entstehen, also quasi Nahaufnahmen vom ehemals „fleißigsten Bach Deutschlands“. Signifikante Orte wurden dazu ausgewählt: das Stundedelta, „Wo die Strunde untergeht“, „Kreuzwasser“ und eben auch „Landschaftspark Isenburg“. Es gab Ausschreibungen und Preise und erste Spatenstiche. An der Isenburg gab es erst mal nur zwei Schilder, die auf den geplanten Lupenraum hinwiesen.

Die Isenburg ist ein Beispiel dafür, dass der mit Mühlen reichlich gesäumte Bach für wirtschaftlichen Aufschwung sorgte: Sie ist eine von sechs Burgen oder Herrenhäusern, die deshalb auf der nicht so sehr langen Bachstrecke zu finden sind (von Herrenstrunden bis Mülheim legt die Strunde gerade mal 18,5 km zurück). Die Burg ist bereits im 14. Jahrhundert bezeugt; das Herrenhaus ist allerdings erst im 19. Jahrhundert entstanden.

Schild zum Lupenraum an der Isenburg
Lupenraumschild an der Isenburg.

Die Regionale 2010 ist ja ein größer dimensioniertes Projekt – und da soll auch die Gestaltung der Kultur- und Landschaftsachse Stunder Bach reinpassen. Sie ist Bestandteil des Konzeptes RegioGrün und ist als Radiale zu den Grüngürteln der Stadt Köln gedacht – ein dritter Grüngürtel für die Stadt nur eben nicht außen drum rum sondern mitten durch. Linksrheinisch wird er dann fortgesetzt mit mit der Erftaue und der Ville. So soll der Übergang der Stadt Köln in die angrenzenden Bereiche gestaltet werden und zwar mit Freuräumen (ach, das lass‘ ich jetzt so stehen, auch wenn „Freiräume“ gemeint war …) . Freiräume werden durch die Zersiedelung (Wohn- wie Arbeitsplatzbebauung) immer kostbarer – sie zu sichern und zu gestalten, ist (nicht nur) für Köln ein wichtiger Standortfaktor, da er die Lebensqualität beeinflusst.

Genug referiert. Momentan herrscht ja Frost, da steht an der neu errichtete Baustelle alles still, aber auf jeden Fall tut sich was. Es sind, das habe ich heute erst richtig wahrgenommen, auf der Wiese neue Bäume gepflanzt – die Zeitangabe November 2011 scheint also zu stimmen … Mal sehen, ob im April 2013 dann auch alles fertig ist.

Baumanpflazungen auf der Wiese vor der Isenburg
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2 thoughts on “Regionale 2010 – RegioGrün – es tut sich was an der Isenburg!

  1. Schön für die Isenburg… Aber direkt neben der neuen Obstwiese mit EU-Geldern bröckeln entlang der Isenburger Str. die Schutzgitter an der Strunde, weil ihnen in den letzten 25, 30 Jahren die Korrosion zugesetzt hat. Mehrfarbiger Eisenschrott an der Strunde, der zusätzlich noch gefährlich ist, für die Radfahrer und Kinder, die sich eben noch an der EU-finanzierten Obstwiese erfreut haben.
    Aber hier ist ja die Stadt zuständig – und muß alles selber bezahlen. Also wird sich wohl nichts ändern.

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