Ein Wahrzeichen verschwindet – wenn auch langsam

W1 sagt Ihnen  nichts, oder? Selbst wenn Sie wie ich in Leverkusen aufgewachsen sein sollten, muss es Ihnen nichts sagen. Aber „Bayer-Hochhaus“ – das ist Ihnen ein Begriff, nehme ich an. Anfang der 60er als Verwaltungszentrale der Bayer AG errichtet, war es für die Einwohner von Wiesdorf und Manfort sowie von der B8 oder dem Rhein aus das zweite Wahrzeichen Leverkusens neben dem Bayer-Kreuz.

Es gibt inzwischen schon seit einigen Jahren eine neue Konzernzentrale – das Hochhaus stand schon lange leer. Da der Plan, es als LED-Projektionsfläche und damit als Werbemedium zu nutzen nicht geklappt hat, steht nun der Abriss bevor. Aber nicht mal eben „Päng!“ oder „Bumm!“ mit Sprengstoff oder Abrissbirne – geht beides nicht. Sprengstoffeinsatz an Chemie-Fabrik? Lieber nicht. Abrissbirne neben Neubau? Auch nicht so toll. Deshalb wurde das Gebäude verhüllt. Hinter den Planen wird das Riesengebäude nun Stück für Stück demontiert. Und das kann dauern …

Vor rund 30 Jahren habe ich mal als Werkstudentin im vorletzten Stock bei der Öffentlichkeitsarbeit gejobbt – deshalb hat mich der verhüllte Koloss interessiert. Und hier kommen die Bilder, die ich gestern dazu gemacht habe.

So sieht ein entkerntes Hochhaus aus ...

Bayer-Hochhaus mit Kran



PS: Für alle, die sich fragen, warum „W 1“:

Alle Gebäude auf dem Bayer-Gelände heißen „Buchstabe + Zahl“.

Es gibt noch W 17, E 41 oder H 4 oder K 10, K 12 oder K 13 …

Hier kann man die Folie erkennen, die das Gebäude umhüllt
Die Folie ist zwar durchsichtig, kann aber das Sonnenlicht reflektieren ...


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2 thoughts on “Ein Wahrzeichen verschwindet – wenn auch langsam

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