Spaziergang durch die Südstadt und den Rheinauhafen

Habt ihr Lust auf einen kleinen Spaziergang durch die Südstadt? Mein Vorschlag beginnt an der Haltestelle „Severinstraße“ und führt bis zur Haltestelle „Ubierring“.

Der Heilige Severin
Der Heilige Severin

An der Haltestelle „Severinstraße“ hälst du dich Richtung südwestlich und gehst die kleine Spielmannsgasse entlang. Eine Statue von St. Severin wacht hier über die Zufahrt zu der nach ihm  benannten Brücke. Er lebte im 4. Jahrhundert und war der dritte bekannte Bischof von Köln.


Spielmannsgasse
Spielmannsgasse

Hinter ihm führt die Spielmannsgasse Richtung Rhein. Hier befindet sich die Die Kindertagesstätte „Zint Jan im WDR Aktiv“. Sie besteht seit 1963 und wechselte 2008 von katholischer Trägerschaft in die des WDR Aktiv. Der volle Name lautet mittlerweile WDR Aktiv Das Sozialwerk e.V. Während früher nur Mitarbeiter und Pensionäre des WDR betreut wurden, kann heute jeder für einen Beitrag von 10 EUR im Jahr Mitglied werden. Sport, Gesundheitsvorsorge, Reisen, ein Seniorenforum, Singen und vieles mehr stehen mittlerweile auf dem Programm des Sozialwerks. Neben der hier ansässigen KiTa gibt es noch drei weitere.


St. Gregorius im Elend
St. Gregorius im Elend

An ihrem Ende gehst Du auf einem Fußweg zur Straße „An St. Katharinen“ – hier befand sich einmal das Katharinen-Hospital und eine Kirche mit diesem Namen. Heute fällt vor allem die neobarocke Kirche mit dem Namen „St. Gregorius im Elend“ ins Auge.


Das Narrenschiff
Das Narrenschiff

Du überquerst die Severinstraße und erreichst den Karl-Berbuer-Platz. Er ist benannt nach dem Bäcker Karl Berbuer, der als Laienschauspieler aktiv war und später im Kölner Karneval berühmt wurde: Seine Komposition „Heidewitzka, Herr Kapitän“ ist wohl jedermann bekannt. Ihm ist der Narrenschiff-Brunnen auf dem Platz gewidmet. Das Narrenschiff wiederum ist ein Werk aus dem 15. Jahrhundert, eine Moralsatire. Bei schönem Wetter stellt der Wirt der hiesigen Kneipe Tische nach draußen. Außerdem gibt es einen wildromantisch überwachsene Torweg zu einem völlig unromantischen Überweg über die Auffahrt zur Severinsbrücke.

Kaiserin-Augusta-Schule am Georgplatz
Kaiserin-Augusta-Schule am Georgplatz

Du gehst jetzt die Severinstraße in nördlicher Richtung (also vom Narrenschiff-Brunnen kommend links) und triffst alsbald auf die große Baustelle am ehemaligen Archivhaus. Direkt dahinter biegst Du in den Georgsplatz ein und gehst auf die Kaiserin-Augusta-Schule und den eigentlichen Platz zu.

Ende der Großen Witschgasse nah am Rhein
Ende der Großen Witschgasse nah am Rhein

Am Ende biegst du rechts in die Georgstraße ein, die zur Großen Witschgasse wird, eine eigentlich ziemlich langweilige Straße. Am Ende allerdings wird auch sie interessant, weil hier Hinterhöfe schön begrünt sind und ein Haus komplett efeuüberwachsen ist. Links befindet sich eine der zwölf großen romanischen Basiliken in der Altstadt, St. Maria in Lyskirchen.

Schokoladenmuseum und Rheinauhafen
Schokoladenmuseum und Rheinauhafen

Wir überqueren die belebte Rheinuferstraße und gehen über die kleine Brücke auf das Schokoladenmuseum zu. Von da aus gehst Du am Olympia-Museum vorbei am Rhein entlang auf die Kranhäuser zu.

Rheinauhafen mit Blick auf die Kranhäuser
Rheinauhafen mit Blick auf die Kranhäuser

Im Rheinauhafen treffen alte und neue Architektur aufeinander. Viele alte Kräne wurden ins Stadtbild integriert. Ich persönlich fand immer, dass man viel mehr Bäume und anderes Grün hätte pflanzen müssen. Eine geschlossene Beton- und Pflasterdecke ist unökologisch und nicht mehr zeitgemäß. Die Planer jedoch argumentieren, dass man so einen Teil der alten Hafenatmosphäre hätte erhalten wollen. Wenn endlich alle kleineren Gebäude an den Kranhäusern fertiggestellt sind, sollen immerhin etliche weitere Kübel mit Pflanzen aufgestellt werden.

Platz zwischen den Gebäuden der Aggrippinawerft
Platz zwischen den Gebäuden der Aggrippinawerft

Da wo der Ubierring auf den Rheinauhafen trifft, ist an der Aggrippinawerft noch ein schöner Platz mit etlichen Restaurants, von denen ich sowohl das Bona’me als auch das Limani empfehlen kann. Ebenso wie auf allen anderen Plätzen in diesem Gebiet findet an fast jedem Wochenende etwas statt: Antikmärkte, Literaturveranstaltungen, Konzerte, Zirkus usw. Von hier aus erreicht man die Haltestelle „Ubierring“ in zwei Minuten.

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