Japanisch schlemmen: Okinii mit anderem All You Can Eat Konzept

Das japanische Restaurant Okinii in der Nähe des Waidmarkts
Das japanische Restaurant Okinii in der Nähe des Waidmarkts

Mein neuer Lieblings-Japaner befindet sich in der Südstadt unweit des Waidmarkts. Vor rund einem halben Jahr hat er eröffnet und ist schon so beliebt, dass man zumindest abends lieber reservieren sollte.

Das ist auch kein Wunder, denn im Okinii kommt jeder zu seinem Recht. Es gibt eine reiche Auswahl an Sushi – auch vegetarisch – und vielen anderen japanischen Leckereien, angefangen vom Algen-Salat, über Fleisch-Spieße, kleine Fischfilets, Gemüse im Backteig oder einfach nur gegrillt und so weiter.

Das All-You-Can-Eat-Konzept unterscheidet sich dabei sehr von dem der Running-Sushi-Restaurants. Pro Tisch erhält man einen iPad, auf dem man pro Person eine bestimmte Anzahl von Gerichten bestellen kann. Ist die erste Bestellung abgeschickt, muss eine Wartezeit eingehalten werden, dann kann man die nächste Runde bestellen und das so oft man möchte, insgesamt zwei-einhalb Stunden lang. Die bestellten Speisen werden dann von Kellnern nach und nach herbeigeschleppt. Die Menge der gleichzeitig bestellbaren Gerichte und der Wartezeit ist am Mittag günstiger für den Gast als am Abend.

Viel preiswerter ist es tagsüber auch, allerdings ist die Auswahl an Gerichten dann eingeschränkt, und die teuren Happen wie Thunfisch fehlen größtenteils auf der Karte. Trotzdem bekommt man auch mittags ganz und gar wunderbare Köstlichkeiten – die Qualität aller Speisen ist wirklich ziemlich hoch.

Die Auswahl an Getränken ist ebenfalls sehr gut und hochwertig. Eine Nachspeise gibt es umsonst – auch mal nachfragen, oft kann man z. B. noch Eis bekommen, das nicht im iPad gelistet ist – und eine weitere kann gegen einen kleinen Zusatzbetrag bestellt werden. Die Einrichtung ist modern und schlicht aber nicht ungemütlich. Die Bedienung ist größtenteils schnell und freundlich. Ich konnte bei zwei Besuchen, einmal mittags und einmal abends, einfach kein Haar in der Suppe finden!

Völlig okay finde ich es auch, dass das Okinii Speisen, die in größeren Mengen übrig bleiben, berechnet. Dazu zählt nicht ein probiertes und nicht für lecker befundenes Essen, sondern nur mehrere Bestellungen, die aus Gier geordert und dann nicht gegessen wurden.

Okinii
Blaubach 1
50676 Köln
Telefon:  +49 221-33178190
http://www.okinii.de

Mittagessen von 12 bis 15 Uhr
Mo-Fr € 13,90
Sa-So und Feiertags € 15,90

Abendessen von 18.00 – 23.30 Uhr
Fr+Sa 17.30 – 24.00 Uhr
Mo-Do € 24,90
Fr-So und Feiertags € 25,90

Die Küche schließt jeweils eine halbe Stunde vor Ende. Kinder bis 4 Jahre essen kostenlos, Kinder bis 12 Jahre zum halben Preis.

One Reply to “Japanisch schlemmen: Okinii mit anderem All You Can Eat Konzept”

  1. Das wohl einschneidendste kulinarische Erlebnis war ein Besuch im japanischen „All-You-Can-Eat“ Yuppie Restaurant.OKINII (Kette). „Yuppie“ sagt man zwar heute nicht mehr, trifft es aber dennoch ziemlich auf den Punkt: Junge, erwachsene Menschen mit Geld. Stört mich ja erstmal nicht. Was aber störte war das Essen, der Preis und die Atmosphäre. Während der der Preis ganz oben war, waren die beiden anderen Kriterien unterirdisch, sprich im Keller.

    Selbst das Sushi war lieblos und schnell zusammen gekleistert. Ich bin viel in Asien unterwegs und weiß nun mal wie ein California Maki auszusehen und zu schmecken hat. Alles andere kommt mit Teriyaki-Einheitssoße. Wenn mir sowas vom chinesischen Schnellimbiss vorgesetzt wird, drücke ich ein Auge zu. Aber in ’nem japanischen Hipster-Schuppen erwarte ich auch Qualität für den Gaumen. Inklusive der völlig überlasteten Bedienung, die einem lieblos das Essen auf den Tisch knallt. Da haben auch die neuen iPads mit denen man bestellen musste, nichts mehr rausgerissen. Bei dem Preis hätten die eigentlich inklusive sein müssen.

    Das Konzept ist kompletter Kindergarten und nennen sich „Spielregeln“. Ich will nicht spielen, sondern essen: Nur 5 Sachen auf einmal bestellen, zwischen den Bestellungen 15 Minuten Wartezeit, nur 10 Bestellungen insgesamt und 2,5 Stunden Zeit für alles. Die Krönung war dann die Strafgebühr, wenn man am Ende nicht alles aufgegessen hatte: 1 Euro für jeden Salat, 2 Euro für jedes bestellte Gericht. Und Nachtisch kann man nur einmal bestellen. Soviel zum All-You-Can-Eat Konzept. Ja, nochmal lesen, glaubt man sonst nicht.

    Und Atmosphäre ist komplett Fehlanzeige. Was von außen modern und mit viel Lichteffekten daherkommt, ist von innen wuselig wie am Münchner Hauptbahnhof zur Rushhour. Dichtgedrängt sitzt man an viel zu kleinen Tischen, auf die kaum das Essen passt und man fast schon beim Nachbarn mitessen kann. Wer das als gemütlich betrachtet isst wahrscheinlich sonst an der Autobahnraststätte.

    Wäre ich nicht so hungrig gewesen, wäre ich in diesem Moment gerade wieder aufgestanden. Geht gar nicht… zumindest nicht, wenn man mündig ist. OKI? NIE !!

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