Wintermarkt Alpenzauber im Mediapark

Sonst ist ja schon immer am Heiligabend alles vorbei. Wenn die Menschen endlich freie Tage haben und den Weihnachtsmarkt genießen könnten, stehen nur noch die geschlossenen Buden herum, die dann bald abgebaut werden.

In diesem Jahr geht Köln mal neue Wege und man darf auf zwei Wintermärkten noch immer Glühwein trinken. Das eine ist der Heumarkt, hier sind Markt und Eisbahn noch bis zum 5. Januar geöffnet (von 11 bis 22 Uhr, Eisbahn werktags ab 10 Uhr).

Der Wintermarkt Alpenzauber im Mediapark, der mit dem Vorweihnachtsgeschäft nicht zufrieden war, kann sogar noch bis zum 2. Februar aufholen. Ob ihm das gelingt? Der Start war mehr als holprig. Er gehörte zu den beiden Märkten, die ein paar Tagen vor den anderen öffneten, jedenfalls theoretisch. Als ich am 4. Tag seines Bestehens mal vorbei schaute, waren viele Buden noch geschlossen und an den großen Hütten wurde fleißig gebaut. Bei Nieselwetter waren nur vereinzelte Gäste zu sehen, dafür umso mehr Bauzäune. (Vor-)Weihnachtliche Stimmung wollte beim besten Willen nicht aufkommen.

Natürlich sind die Bauarbeiten mittlerweile abgeschlossen, aber begeistert bin ich trotzdem nicht. Was wird verkauft? Svarowski-Schmuck, Manner (Süßwaren aus Wien), eingeschweißter Speck und Käse, Trachten und Artverwandtes und ein paar Spirituosen, Kosmetikprodukte und anderes, meist aus Österreich. Aus einem der Holzhaus-Restaurants ging ich lieber gleich wieder heraus, weil ich den Geruch nicht ertragen konnte (Kohl und Schwein?) und aß stattdessen ein Fleischkäsebrötchen, das ganz okay war. Außerdem gibt es Würstchen und Suppe sowie drei Stände mit Glühwein. Dann lädt ein Zelt zu süßen Spezialitäten aus dem Hause Sacher ein. Wer nicht richtig einkehren will bekommt etwas trockene Krapfen mit verschiedenen Marmeladen (Marillenmarmelade ist sehr gut) und Wiener Kaffeespezialitäten an einer Bude. Eine kleine Eislaufbahn und ein weiteres Stückchen Eis zum Eisstockschießen runden das Angebot ab.

Für mich persönlich ist der Wintermarkt relativ unattraktiv. Bis auf zwei Hütten, die man betreten kann, sind die Auslagen entweder so minimal (ein paar Fläschchen Schnaps plus ein paar Gläschen Konfitüre) oder so uninteressant (in Plastik eingeschweißter Speck!), dass ich überhaupt nicht motiviert bin, näher an die Hütte heranzutreten, mir die Ware anzusehen und zu riskieren, in ein Verkaufsgespräch verwickelt zu werden. Als ich da war, war die Eisbahn sehr beliebt, auch in den Restaurant-Hütten war einiges los und sonst waren nur die Mampf-Buden gut besucht.

Eigentlich finde ich die Idee eines Wintermarktes ausgezeichnet, aber der Alpenzauber kann mich wirklich nicht vom Hocker reißen!

 

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