Letzte Chance: Landesgartenschau Zülpich noch bis zum 12. Oktober 2014 – Teil 1 Seepark unterer Bereich

Wer noch unsere diesjährige Landesgartenschau in NRW anschauen möchte, muss sich sputen. Nur noch 35 Tage lang ist sie geöffnet.

Fragt ihr euch vielleicht, ob es sich denn lohnt? Ich finde, ja!

Die Anlage ist nicht die riesigste, aber sie wurde gut genutzt. Es gibt zwei Bereiche der Schau. Der eine liegt direkt am See, hier befindet sich auch der riesige Parkplatz. Die meisten Besucher werden also hier mit ihrer Besichtigung beginnen. Der zweite Bereich befindet sich am Rand der Innenstadt/Altstadt. Man kann vom Seegelände aus zu Fuß hingehen, es ist nur ein Weg von etwa 20 Minuten, der erst über offene Felder führt, vorbei an einem Bauernhof mit Gastronomie, und dann durch die sehenswerte Stadt. Zwischen beiden Bereichen pendelt eine kostenlose kleine Bimmelbahn.

Riesen-Bausteine statt Spielplatz - eine tolle Idee
Riesen-Bausteine statt Spielplatz – eine tolle Idee

Mein Besuch startete am Seepark. Trotz des Plans, den jeder Besucher am Eingang erhält, war ich erst einmal etwas orientierungslos. Die Schau beginnt nicht gerade mit einem großen Knall. Zur Linken ist eine kleine Zeltstadt aufgebaut, hier kann man Mitbringsel kaufen und schließlich auch essen gehen. Zum Speisen sollte man die Gartenschau nicht extra aufsuchen, des Essen hat mittlere Kantinenqualität. Auch die Auswahl der Gerichte ist nicht gerade groß.

Richtung See befinden sich große Grünflächen, die teilweise mit Wildblumen bewachsen sind. Darin liegt eine Art Spielplatz mit riesigen Lego-artigen Bausteinen, großen Schaukeln und etlichen Sitzgelegenheiten. Zum See herunter führt ein Weg, dort gibt es ein weiteres Restaurant, die Seebühne, eine Sandstrand, an dem man baden und in einem der wenigen Strandkörbe sitzen kann und eine Ausstellung über Wald in NRW. Etwas weiter inlands findet eine der Attraktionen statt, stündlich zwischen Vormittag und frühem Nachmittag, die Greifvogelflugshow. Die Falknerei Pierre Schmidt aus dem Schloss Gymnich hat hier für die Zeit der Gartenshow eine eigene Anlage und führt eine Schleiereule, einen Rotschwanzbussard, einen Uhu und einen jungen Weißkopfseeadler vor. Vor allem falls ihr noch nie eine solche Show gesehen habt, solltet ihr euch die tollen Vögel nicht entgehen lassen.

Ein junger Weißkopfseeadler bei der Greifvogel-Flugshow
Ein junger Weißkopfseeadler bei der Greifvogel-Flugshow

Richtung Innenstadt und zum zweiten Gelände gibt es nun zwei Möglichkeiten. Entweder man steigt wieder nach oben und geht außen entlang oder man bleibt unten und spaziert am Seeufer entlang zum Ausgang. Da ich schon unten war, blieb ich auch dort.

Mir hat gut gefallen, dass die LaGa Kunstprojekte integriert hat. Diese sind so ausgewählt, dass sie nicht schwierig zu begreifen sind, sondern gefällig für das Auge. Ein Schwarm Fische schwimmt über dem Seewasser. Leuchtende Kunststoffscheiben „wachsen“ zwischen den Blumen und große Stahlskulpturen geben interessante Blicke aufs Gelände frei. Überall kann man sich hinsetzen, auf Bänke, zierliche Metallstühle oder auch mal auf im Baum hängende Schaukelstühle.

Am Ende des Weges befinden sich Stufen und Serpentinen, die durch traumhafte Beete, die hauptsächlich mit blauen Blüten bepflanzt wurden, führen. Oben kann man sich noch einmal mit Nahrung und Getränken versorgen, ehe man diesen Bereich der LaGa verlässt. Natürlich darf man nicht die Eintrittskarte verlieren, die man ja noch zweimal braucht!

Drei weitere Berichte über die LaGa mit Galerien findest du hier:
Teil 2: Weg vom Seepark durch die Stadt
Teil 3: LaGa-Gelände am Wallgraben
Teil 4: Seepark, oberer Bereich: Seegärten

 

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