Ossendorf – zwischen Butzweiler Straße und Rochusstraße

Gestern war ich in Ossendorf unterwegs. Der Stadtteil liegt westlich von Neuehrenfeld, wird im Norden umfasst von den Autobahnen A1 und A57 und grenzt im Westen und Süden an Bocklemünd, Vogelsang und Bickendorf. Der Nordwesten wird von Gewerbe dominiert – hier befinden sich Ikea und andere Möbelhäuser, aber auch Autofirmen, das Medienzentrum „Coloneum“ mit Produktions- und Filmstudios und viele andere Betriebe.

Ich dagegen bin im beschaulichen Südosten geblieben. Vor 1925 war Ossendorf ein winziger Stadtteil mit knapp 1.000 Einwohnern. Die Gemeinnützige Wohnungsbaugenossenschaft Köln-Ehrenfeld begann dann, Wohnungen zu bauen und so wohnten 1946 schon über 3.000 Menschen hier. In den 1930er Jahren wurde zudem die Kaserne Klerken für die belgischen Streitkräfte gebaut. Dieser Militärstandort wurde 1990 aufgegeben. In den letzten Jahrzehnten hat sich Ossendorf daher noch einmal stark gewandelt. Es wurde viel neu gebaut, z. B. auf den Freiflächen der Kaserne, aber auch die alten Siedlungs- und Kasernengebäude wurden renoviert und modernisiert, ohne jedoch ihren Charme zu verlieren.

Damals baute man noch ganz anders als heute. Die Grundstückspreise waren erschwinglich und so leistete man sich große Parkanlagen um die Häuser herum. Diese sind weitgehend erhalten, ebenso wie der prächtige alte Baumbestand. Deswegen ist es ein bisschen so, als ob man im Park spazieren geht, wenn man durch diesen Bereich Ossendorfs streift. Auch die Neubauten sind so angelegt, dass viele kleine Fußpfade direkte Wege zwischen den Straßen bilden. Und diese Straßen wiederum sind oft sehr breit und kaum befahren.

Ihr lest es schon: Mir hat es richtig gut gefallen. Es fehlt ein bisschen das Veedel-Gefühl, aber die Ruhe und Beschaulichkeit und vor allem das viele Grün machen das Quartier schon sehr attraktiv. Ach ja, ein ganz modernes Schwimmbad mit Freibadbereich im Sommer gibt es auch noch.

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