Beitrags-Archiv für die Kategory 'Architektur'

Chorweiler

Donnerstag, 8. April 2010 9:47

Die Silhouette Chorweilers hinter der Heinrich-Böll-Gesamtschule

Die Silhouette Chorweilers hinter der Heinrich-Böll-Gesamtschule

Chorweiler hat in Köln einen schlechten Ruf. Das hat viele Gründe. Zum Beispiel sind Hochhäuser überhaupt nicht in. Schicke verglaste Bürotürme in der Innenstadt, ja. Aber darin wohnen? Ist überhaupt nicht angesagt. Entsprechend wohnen im Kölner Norden viele Menschen, denen das egal ist oder die sich nichts anderes leisten können. Im Bus hört man Russisch. Auch Türkisch und viele Sprachen, die man nicht einordnen kann. Der Ausländeranteil beträgt 41 Prozent. Jährlich stellen sich bei einem sehr schönen Straßenfest die Nationen Chorweilers vor – dann gibt es spannende Tanz-Aufführungen und vor allem Leckereien aus verschiedensten Ländern.

Die Fussgängerbrücke führt unter dem Hochhaus hindurch

Die Fussgängerbrücke führt unter dem Hochhaus hindurch

Sonst fährt kaum jemand nach Chorweiler, es sei denn, um im Einkaufszentrum City Center zu shoppen. Das City Center hat sich in den letzten Jahrzehnten ganz schön gemacht. Ich kenne es aus meiner Schulzeit, die ich von 1979 bis 1984 im Gymnasium Volkhofen/Weiler verbrachte. Da musste ich in Chorweiler von der Straßenbahn in den Bus umsteigen und verbrachte auch so manche Freistunde hier. Damals war nur das Erdgeschoss des City Centers so richtig mit Geschäften bestückt, es war meistens halb leer, und im Obergeschoss war ganz früher ein Kino untergebracht und ein chinesisches Restaurant – die restliche Fläche wurde kaum genutzt. Heute ist jeder Quadratmeter mit Geschäften belegt und es herrscht ein reges Treiben.

Die hübsche Mosaik-Bank am Spielplatz ist leider ganz verkommen

Die hübsche Mosaik-Bank am Spielplatz ist leider ganz verkommen

Ich muss sagen: Es ist nicht alles schlecht. Und als Chorweiler gebaut wurde, fand man auch Hochhäuser aus Beton ganz schön. Der Stadtteil Chorweiler entstand in der zweiten Bebauungsphase des Stadtbezirks Chorweiler. In der ersten Phase wurden Heimersdorf und Seeberg während der 1960er Jahre aus dem Boden gestampft, in den 1970er Jahren folgte dann Seeberg-Nord, das direkt an Chorweiler angrenzt und Chorweiler selbst – die größte Plattensiedlung Nordrhein-Westfalens! Anders als ursprünglich geplant wurden dann aber kaum Bürogebäude gebaut, so dass das einst beabsichtigte Konzept vom “Leben und Arbeiten” in der neuen “Stadt” nicht umgesetzt wurde.

Chorweiler: Hochhäuser und davor das Einkaufszentrum City Center

Chorweiler: Hochhäuser und davor das Einkaufszentrum City Center

Mit “es ist nicht alles schlecht” meine ich die Infra-Struktur, denn die einzelnen Bereich des Stadtbezirks Chorweiler sind mit großzügigen Parkanlagen umgeben, die wirklich schön sind. Auch gibt es neben allen Geschäften, die man so braucht, Schulen, eine Stadtteilbibliothek, ein Schwimmbad, Radwege, Spielplätze und eine hervorragende Verbindung in die umliegenden Vororte und die Innenstadt. An der Heinrich-Böll-Gesamtschule liegen riesige Sportplätze, zudem wurde mit dem Aqualand ein großes Spaßbad mit Wellness-Bereich gebaut und der Fühlinger See gehört zu den bekannten Naherholungsgebieten Kölns.

Aber natürlich entspricht das Stadtbild einfach gar nicht mehr dem heutigen Geschmack. Dazu kommt, dass verschiedene Bereiche recht ungepflegt sind. So zieht sich auf dem begrünten Fußgängerweg entlang der Willi-Suth-Allee eine Reihe von Spielplätzen entlang – eigentlich eine tolle Idee. Leider sind sie jedoch voller Müll, ebenso wie kleine Waldgebiete in der Umgebung.

Parkanlage zwischen Chorweiler und Fühlingen

Parkanlage zwischen Chorweiler und Fühlingen

Thema: Architektur, Einkaufen, Parks, Stadtteile | Kommentare (0) | Autor: Petra

Garten der Kaufhof-Verwaltung in der Kämmergasse

Donnerstag, 1. April 2010 17:56

Kaufhof-Verwaltung und nicht genutztes Pförtnerhäuschen

Kaufhof-Verwaltung und nicht genutztes Pförtnerhäuschen

In der Kämmergasse gibt es ein besonderes Schmuckstück, nämlich die Kaufhof-Verwaltung. Kommt man von der Leonhard-Tietz-Straße, dann fallen die Gebäude selbst erst einmal nicht besonders auf. Das eine ist ein modernes Bürogebäude mit Vorhangfassade. Zur Kämmergasse hin allerdings liegt der schöne große Garten. Wenn man bedenkt, dass es in der Kölner Innenstadt kaum Grün gibt, ist es jammerschade, dass dieser Garten überhaupt nicht genutzt wird. Ebenso wenig, wie die wundervollen Balkone. Ein Hotel wäre doch hier gut aufgehoben oder natürlich ein Wohnhaus.

Besonders hübsch ist ein winziger Teich mit einer Mädchenfigur. Auch das ehemalige Pförtnerhäuschen, das nicht genutzt wird, ist einen zweiten Blick wert.

Brunnen mit Mädchen

Brunnen mit Mädchen

Thema: Architektur | Kommentare (0) | Autor: Petra

Basilika St. Aposteln

Dienstag, 30. März 2010 14:22

St. Aposteln in Köln

St. Aposteln in Köln

St. Aposteln steht zwischen Hahnenstraße und Mittelstraße am Pastor-Könn-Platz, ganz in der Nähe des Neumarkts. Der Platz ist übrigens in der Innenstadt eines der wenigen ruhigen Fleckchen, an denen man sich hinsetzen und ausruhen kann. Sonst ist man fast überall auf Cafés und Restaurants angewiesen. Nicht nur gibt es keine Grünflächen, sondern es fehlt auch auf Plätzen (z. B. dem Neumarkt selbst) an Bänken.

Die Kirche selbst wurde in der heutigen Form nach einem Brand 1198 errichtet. Wie groß diese Kirche ist, sieht man eigentlich nur von der Hahnenstraße aus und ihre schöne Form kann man eigentlich gar nicht so richtig erkennen, weil sie doch ziemlich zugebaut ist.

Wer nach einem anstrengenden Arbeitstag oder Einkaufstrip Ruhe und Besinnung sucht, sollte unbedingt hineingehen – die Stille ist nach der Hektik der Stadt sehr angenehm und ein Besuch lohnt sich. Die Kunstgegenstände und Ausstattung sind auf der Webseite der Basilika St. Aposteln recht ausführlich beschrieben:
http://gemeinden.erzbistum-koeln.de/st_aposteln/Basilika/index.html

St. Aposteln bietet viele musikalische Veranstaltungen an, vor allem Chor- und Orgelwerke werden hier aufgeführt. Die Termine sind ebenfalls auf der Website zu finden.

Thema: Architektur, Kirchen, Kultur | Kommentare (0) | Autor: Petra

Neues aus dem Bilderstöckchen

Donnerstag, 25. März 2010 16:30

Sieht doch jetzt schon fast wie ein nettes Café aus, oder?

Sieht doch jetzt schon fast wie ein nettes Café aus, oder?

Ich hatte ja neulich schon erzählt, dass es in Bilderstöckchen überall schöner wird und nun sind die Resultate sichtbar.

An der Ecke Ravensburger Straße/Schiefersburger Weg war immer schon eine Eckkneipe, die für mich allerdings wenig einladend aussah. Nun haben alle Ladengeschäfte in diesem Block neue Glasfronten bekommen und die Kneipe ist komplett verglast und sieht jetzt eher wie ein Café aus – ziemlich klasse!

Hochhaus Longericher Straße/Parkgürtel

Hochhaus Longericher Straße/Parkgürtel

Die ganz große Neuigkeit ist aber das Hochhaus an der Ecke Longericher Straße/Parkgürtel – lange als eines der hässlichsten Gebäude Kölns gehandelt und schließlich in die Schlagzeilen geraten. Denn im Spätsommer 2009 war das Haus mit Gerüsten und Planen versehen worden und nachdem Beton und Putz entfernt worden waren, verschwanden auch die Arbeiter. Die Bewohner des Hauses mussten dann mehrere Monate im Dunkeln hausen, während der kalte Wind durch die Fugen in die Wohnungen pfiff und die Wände verschimmelten. Die Vermieterfirma Dewag aus Stuttgart erfuhr von den Missständen angeblich erst aus der Presse – der Kölner Stadt-Anzeiger berichtete, z. B. hier:
http://www.ksta.de/html/artikel/1260194947125.shtml

Die Dewag reagierte dann recht schnell und beauftragte eine neue Firma mit den Arbeiten und gestern war es so weit: Die letzten Planen und Gerüste wurden abgebaut. Und nicht nur für die Mieter sondern auch für Passanten hat sich die Arbeit gelohnt; das Haus wird wohl keinen Preis für große Schönheit gewinnen und über die Farbgebung kann man streiten, aber es sieht doch jetzt ganz okay aus.

Thema: Architektur, Stadtteile | Kommentare (0) | Autor: Petra

Origami und das Herz der Erleuchtung im Museum für Ostasiatische Kunst

Montag, 23. November 2009 19:36

Blick auf das Museumscafé vom Aachener Weiher aus

Blick auf das Museumscafé vom Aachener Weiher aus

Das Museum für Ostasiatische Kunst ist zweifelsohne mein Lieblingsmuseum in Köln. Ich liebe die feinen Linien, die phantasievollen Drachen und Löwen, den kraftvollen oder ganz zarten Pinselschwung und die unfassbar schönen Stoffe aus China, Japan und Korea.

Vor einigen Monaten habe ich an einer Führung teilgenommen – da ging es um Textilien – und neulich habe ich entdeckt, dass es einen Origami-Kurs geben wird. Da ich schon öfter mal Origami in Büchern angeschaut habe und beim Anblick der Erklärungen aber gleich wusste: “Das wird nichts!” ergriff ich diesmal die Chance. 28 EUR plus 5 EUR Materialkosten sollte der zweitägige Kurs (insgesamt 5 Stunden) kosten.

Zu meiner Überraschung machte die Kursleiterin dann aber auch noch kleine Führungen durch das Museum. Am ersten Tag erzählte sie uns etwas über den Museumsgründer Adolf Fischer, der vor genau 100 Jahren das Museum eröffnet hatte.

Adolf Fischer war Sohn eines Wiener Industriellen und versuchte sich erst einmal als Schauspieler, doch eine Theatertournee setzte seiner Gesundheit zu, so dass er diesen Beruf aufgab. In Italien studierte er die dortige Kunst, reiste zweimal nach Ägypten und 1892 nach Japan – kurz nachdem das Land seine Grenzen für Ausländer geöffnet hatte. Dort kaufte er Unmengen von Kunstgegenständen ein, die er dann in einer großen Wohnung in Berlin ausstellte.

1897 heiratete er eine Lehrerin, Frieda, die sich alsbald ebenso für ostasiatische Kunst interessierte wie ihr Mann und ihn auf seinen Reisen begleitete. Die Fischers schenkten ihre umfangreiche Sammlung schließlich dem Preussischen Staat, de facto dem  Völkerkundemuseum in Berlin.

Blick auf den Innenhof des Museums für Ostasiatische Kunst in Köln

Blick auf den Innenhof des Museums für Ostasiatische Kunst in Köln

Anfang des 20. Jahrhunderts plante Adolf Fischer ein eigenes Museum für asiatische Kunst. Verhandlungen mit der Stadt Kiel waren schon weit fortgeschritten und die Fischers hatten weitere Reisen unternommen, um für den Bestand des Museums einzukaufen. Doch dann zerschlug sich der Plan – Kiel war nicht in der Lage, genügend Mittel zur Verfügung zu stellen. Am 21. Juni 1909 wurde der Vertrag für das Museum für Ostasiatische Kunst in Köln unterzeichnet.

Das Museum wurde im neoklassizistischem Stil nahe des heutigen Hansarings gebaut, im Inneren jedoch war es sehr schlicht gehalten, damit die Ausstellungsstücke in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit rücken konnten. Heute erinnert der Name “Adolf-Fischer-Straße” an den Museumsgründer.

Das Gebäude wurde im Zweiten Weltkrieg weitgehend zerstört. Das 1977 nach den Plänen des japanischen Architekten Kunio Maekawa (1905-1986) errichtete neue Museum zählt zu den bedeutendsten Baudenkmälern der Nachkriegszeit in Köln. Die schöne Lage am Aachener Weiher und das sehr gute Museumscafé machen das Museum zu einem tollen Ausflugsziel.

Ausführlicher wird die Geschichte des Museums hier beschrieben:
http://www.museenkoeln.de/ausstellungen/mok_0910_100Jahre/100Jahre.asp

Das (und mehr!) haben wir gefaltet

Das (und mehr!) haben wir gefaltet

Nach der kurzen Führung fingen wir im Raum “Drachenwerkstatt” mit dem Falten des Papiers an. Sternchen, Nikoläuse, ein Umschlag und ein Engel standen auf dem Programm. Letzterer wollte allerdings niemandem so richtig gefallen – im halbfertigen Zustand sah er aus wie Batman, später dann eher wie ein Transformer fand ich.

Am nächsten Tag zeigte uns die Kursleiterin einen Teil der Ausstellung “Das Herz der Erleuchtung”. Ende des 6. Jahrhunderts glaubten einige Buddhisten daran, dass das Ende der Welt bevorstand. Auf sieben Bergen rund um die Stadt Zoucheng meißelten die Gläubigen Texte aus den heiligen Schriften des Buddhismus in den Fels, um diese Weisheit auch über eine Apokalypse hinaus retten zu können. Jetzt, über 1500 Jahre später, wurden diese Felswände zum ersten Mal ausführlich dokumentiert und die Texte, die weitgehend gut erhalten sind, mit Abreibungen kopiert. Diese Abreibungen und Fotos der Originalschauplätze bilden einen Teil der Sonderausstellung.

Anschließend lernten wir in der Drachenwerkstatt, aus viereckigem Papier ein gleichschenkliges Dreieck zu machen – ganz ohne Zirkel und Lineal (aber mit ähnlicher Technik!). Daraus wurde eine Aufbewahrung für ein kleines Geldgeschenk oder andere flache Gegenstände. Schließlich kamen wir zum Meisterstück: ein dreidimensionales Objekt. Dazu mussten sechs Papiere zu einer recht komplexen Sternform gefaltet werden. Da wurde gefaltet, geraschelt und geseufzt, was das Zeug hält – “ist ja wie am Fließband hier!” Dafür ist das fertige Teil wirklich sehr hübsch geworden.

Ich kann sowohl die Kurse als auch die Führungen im Museum sehr empfehlen – man kann Fragen stellen, die Atmosphäre ist locker und Spaß macht alles sowieso!

Thema: Architektur, Freizeit, Kultur, Museum | Kommentare (0) | Autor: Petra

Unser Bilderstöckchen soll schöner werden oder: Renovierungs-Boom

Sonntag, 15. November 2009 9:22

Ravensburger Straße mit Blick auf den Schiefersburger Weg

Ravensburger Straße mit Blick auf den Schiefersburger Weg

Was ist denn bitte schön im Bilderstöckchen los? Wir wohnen plötzlich mitten in einer Wüste aus Baugerüsten. Angefangen hat es, glaube ich, mit unserem übernächsten Nachbarhaus, Longericher Straße 39 bis 41 oder so. Gerüste wuchsen daran hoch, dann wurde der Dachstuhl ausgebaut und schließlich das Gebäude wärmegedämmt. Ist jetzt fast fertig. Danach wurde das hässlichste Haus der Stadt Christo-artig eingepackt – das muss im September oder so gewesen sein, da habe ich die Leute sehr bedauert, weil sie gar nicht lüften konnten. Manche haben Luftlöcher in die Folie geschnitten. Unter der Folie sieht man nicht, wie weit die Arbeiten fortgeschritten sind – aber jedenfalls sehen die Bewohner jetzt schon seit Monaten kein Tageslicht mehr, das ist sicher ganz wundervoll.

Danach waren die gammeligen Häuser am Schiefersburger Weg an der Reihe, da wo das neue Haus mit den Eigentumswohnungen steht – wurde auch Zeit, diese Häuser waren ein echter Schandfleck.

Bilderstöckchenkarte mit eingezeichneten Neubauten und Renovierungen

Bilderstöckchenkarte mit eingezeichneten Neubauten und Renovierungen

Wenn man dann noch in Betracht zieht, dass auf der Geldernstraße seit Jahr und Tag ein Neubau nach dem anderen aus dem Boden sprießt – von denen einer übrigens seit Monaten Baustopp hat – und dass bei uns auf der Longericher Straße gerade ein Kinderheim neu gebaut wird und dass seit mehreren Jahren im Viertel, in dem früher die belgischen Soldaten wohnten, renoviert und neu gebaut wird und dass auch Am Bilderstöckchen in der Nähe der Bushaltestelle ein Neubau entsteht – ja dann fragt man sich: Was wird aus unserem angegammelten Bilderstöckchen mit den vielen Ausländern und bildungsfernen Schichten (so sagt man, ja?), in dem so viel CDU und selbst das rechtsradikale Pro Köln gewählt wurde wie sonst kaum irgendwo in Köln; also soll Bilderstöckchen jetzt in neuem Glanz erstrahlen? Und auch wenn das so ist, finde ich es originell mit den Bauarbeiten in den meisten Fällen rechtzeitig zum Wintereinbruch zu beginnen, aber ich kenne mich mit dem Bauwesen ja auch nicht aus!

Thema: Architektur, Stadtteile | Kommentare (0) | Autor: Petra

Friedrich-Karl-Straße 91

Freitag, 13. November 2009 19:21

Friedrich-Karl-Straße 91 in Köln Niehl

Friedrich-Karl-Straße 91 in Köln Niehl

An diese Adresse kann ich mich gut erinnern, denn in diesem Haus habe ich jahrelang gewohnt. Als meine Eltern und ich 1978 nach Köln zogen, war es unsere erste Adresse. Damals habe ich gelernt, dass Hochhäuser überhaupt nicht schlimm sein müssen. Unseres war supergepflegt, denn die meisten Bewohner waren auch Eigentümer. Sie waren entsprechend betucht, und es war ihnen wichtig, dass alles sauber und ordentlich war. Unser Hausmeister hat sich dann auch vorbildlich um alles gekümmert.

Ganz toll war natürlich die Aussicht. Wir wohnten mit Blick auf die Kölner Innenstadt, auch wenn Besucher den Dom nie erkannten, weil man auf ihn genau von der Seite guckte und deswegen nur einen Turm sah. An diesem Ausblick (aus dem 13. Stockwerk übrigens) habe ich mich nie satt gesehen… Leider war es recht laut, weil die Friedrich-Karl-Straße ja sehr befahren ist und man den Lärm von der Niehler Straße auch noch hörte.

Nun ist das Haus vor etlichen Wochen renoviert worden und sieht richtig chic aus – die Kölner Skyline ist hochkant drauf abgebildet! Ist das eine tolle Idee oder was?

Thema: Architektur | Kommentare (1) | Autor: Petra

Im Rheinau-Hafen-Viertel

Mittwoch, 28. Oktober 2009 21:08

Architektonischer Stilmix im Rheinau-Viertel

Architektonischer Stilmix im Rheinau-Viertel

Heute waren mein Vater und ich im neuen Rheinau-Hafen-Gelände unterwegs. Er lebte etliche Jahre in Köln und ist immer noch an der Stadt interessiert, außerdem geht er gern spazieren. Also habe ich ihm die Gegend gezeigt und er war ausgesprochen begeistert: Dass die Architektur der Häuser so unterschiedlich ist, die Nähe zum Rhein, die Vielzahl an Restaurants und natürlich die faszinierende Gestaltung der Kranhäuser. Einig waren wir uns allerdings, dass wir dort nicht wohnen wollen würden: Die Rheinuferstraße ist laut, die Eisenbahnbrücke (Südbrücke) ist SEHR laut, die tuckernden Schiffchen sind laut und die Straßenbahn auf der Deutzer Brücker ist – lieber Leser, du ahnst es schon – laut!

Außerdem ist kaum Grün vorhanden und da kommen wir von meinem Vater zu meiner Kollegin, die ein bisschen entsetzt und ziemlich entäuscht vom neuen Viertel war – eben weil sie sich ein paar hübsche Grünflächen gewünscht hätte. Tatsächlich gibt es ein paar Plätze, auf denen dann im Sommer Kübelpflanzen stehen und auf dem größten Platz sind sogar an drei Stellen am Rand jeweils acht kleine Bäume gepflanzt worden. Ökologisch vertretbar ist das kaum – schließlich läuft Regenwasser (und Hochwasser) auf zubetoniertem oder gepflastertem Grund schlecht ab und dass Bäume und Sträucher für angenehmere Temperaturen, mehr Sauerstoff und überhaupt ein besseres Klima sorgen, wissen wir alle. Hm, tja…

Und dann haben wir alle übereinstimmend festgestellt: So schön es am Rhein ist, man guckt immer auf die Aurora-Fabrik am gegenüberliegenden Ufer, das ist suboptimal.

Ich mag es trotzdem dort und zwar aus drei Gründen:
1. Das Viertel lag vorher einfach brach! Und mit ihm die sehr schönen alten Speicherhäuser, die Zollhäuser, die wie kleine Burgen aussehen, und etliche andere historische Gebäude. Die konnte man teilweise von der Rheinuferstraße aus sehen, aber das dann doch eher aus dem Auto, denn…
2. Man konnte hier kaum herspazieren oder radeln, da zwischen Schokoladenmuseum und Bayenthal der Rhein für das gemeine Volk gar nicht zugänglich war. Wollte man dort lang, ging man an der stark befahrenen Rheinuferstraße entlang. Nun kann man von Niehl im Norden zu Fuß bis Sürth und weiter gehen, wenn man denn möchte.
3. Mir gefällt die Architektur. Ich finde es auch schön, wie verschiedene Stile abwechseln und mit den alten Häusern kombiniert werden.

Thema: Architektur | Kommentare (0) | Autor: Petra

Fototour durch den Mediapark

Sonntag, 10. Mai 2009 15:37

An einem Sonnentag im Mediapark… Ich musste mich eine Weile dran gewöhnen, aber ich mag die Architektur dort mittlerweile sehr. Vor allem gefällt mir, dass diese Hochhäuser nicht so vergammeln wie ihre Vorgänger aus den 1960er und 79er Jahren.

Der Mediapark ist halbkreisförmig angelegt, so sind die Aussichten immer wieder spannend: mal gerade Sichtachsen, mal geschwungene Linien. Wasser und Pflanzen tun ihres dazu, allzu strenge Strukturen aufzulösen.

Thema: Architektur | Kommentare (0) | Autor: Petra

Krefelder Straße

Samstag, 25. April 2009 12:34

Gestern war ich eigentlich im Mediapark unterwegs (Bilder folgen), aber auf der Krefelder Straße fiel mir doch wieder die scheußlichste Kirche Kölns ins Auge. Es handelt sich um St. Gertrud, fertiggestellt in meinem Geburtsjahr 1965. Verbrochen wurde sie vom Architekten Prof. Gottfried Böhm. Hier ein Foto, das den Komplex in seiner ganzen Hässlichkeit zeigt:

http://www.bilderbuch-koeln.de/Fotos/67691

Und hier kommen meine eigenen Bilder – ich empfehle übrigens, sie mit PicLens anzuschauen.

Thema: Architektur | Kommentare (0) | Autor: Petra