Beitrags-Archiv für die Kategory 'Musik'

Die Musikpause am Donnerstag

Donnerstag, 9. Februar 2012 15:40

Philharmonie-Lunch, nein, das ist kein Menüvorschlag, sondern ein kostenloses Angebot der Kölner Philharmonie: Donnerstags um 12:30 Uhr gibt es eine halbe Stunden Musikprogramm gratis. Hier kann man schauen, wer wann was spielt – und dann heißt es nur noch, da sein, warten und genießen. Das mit dem Warten sag ich deshalb, weil sich schon eine Viertelstunde vor Beginn die Besuchermengen drängen – die Treppen sind voll, vor den Türen ist es eng – aber keine Sorge: alle finden einen Platz. Auch die, die entspannt erst kurz vor Beginn kommen.

Oft sind diese halbstündigen Veranstaltungen eine Vorstellung für ein bevorstehendes Konzert, z. B. beim Gürzenich-Orchester oder dem WDR-Rundfunksinfonie-Orchester. Dazu kommen Projekte mit Schulen oder der Musikhochschule. Aber auch Künstler, die hier “nur” gastieren, stellen Ausschnitte aus ihrem Programm vor – ein bisschen zum Anfüttern, vielleicht.

So auch heute: Cameron Carpenter, der ziemlich schrille Organist aus Amiland spielte v. a. Bach auf der Orgel – aber wie!  Einen Satz aus der ersten Cello-Sonate im Pedal, zwei Präludien und Fugen in schier aberwitzigem Tempo … Also, darüber könnte ich mich jetzt länger auslassen. Besser ist es, wenn Sie heute Abend noch nichts vorhaben, selbst in die Philharmonie zu gehen und sich von der Vielseitigkeit der Orgel überzeugen zu lassen.

Ich habe es jetzt erst zwei Mal geschafft, dieses Angebot wahrzunehmen und bin begeistert. Ich lasse mich da gern überraschen – ich schau also nicht vorher ins Programm. Ach ja – in der Tipps- und Termine-Beilage des Kölner Stadt-Anzeiger und der Kölnischen Rundschau finden Sie den Philharmonie-Lunch auch, donnerstags.

Thema: Kultur, Musik | Kommentare (0) | Autor: Heike

Der neue Saturn am Hansaring

Sonntag, 18. September 2011 11:01

Der Saturn-Eingang ist nun in der Ritterstraße

Der Saturn-Eingang ist nun in der Ritterstraße

Seit Anfang September feiert Saturn am Hansaring nach dem Umbau Neueröffnung. Das Aussehen des Ladens ist an die anderen Saturn-Geschäfte und Schwester-Unternehmen angepasst worden; der Keller mit den Computer- und Konsolenspielen sieht z. B. aus wie die untere Etage des MediaMarkts auf der Hohe Straße. Im Erdgeschoss findet man alles andere, sprich DVDs, BluRays, CDs, Fanartikel und ein paar Bücher. Somit steht also deutlich weniger Platz zur Verfügung und darunter hat vor allem der Klassik-Bereich gelitten.

War man früher auf der ersten Etage in einer ganz anderen Welt und konnte nach Herzenzlust stöbern, wird man nun, wenn man die CDs in den drei Regalreihen am Rand anschaut, von Popmusik bewummert und es gibt an den Engstellen kaum Platz genug, um an einem anderen Kunden vorbeizugehen.

Der Pop/Rock-Bereich wirkt auch enger als vorher, meine Stichprobe ergab aber, dass das Angebot scheinbar ähnlich groß ist wie früher.

Man hat mehr Wert auf Deko gelegt als vorher, überall locken Aufsteller, Plakate und andere Werbemittel. Aber ungemütlich und eng ist es geworden. Keine Plüschsessel mit CD-Stationen mehr wie früher im Zwischengang zwischen CD- und DVD-Abteilung, keine Vinyl-Abteilung im Keller und die CD-Empfehlungen der Mitarbeiter habe ich auch nicht mehr gefunden, aber die kann ich auch übersehen haben.

Der Wandel vom alten Saturn – damals als es nur den einen Saturn gab, den größten Plattenladen der Welt – bis hin zum Klon all der anderen Saturn- und MediaMarkt-Filialen ist wenig vorteilhaft. Der Saturn am Hansaring ist nichts besonderes mehr. Wie soll im Übrigen eine Verkleinerung auch eine Verbesserung darstellen, es sei denn, man hätte vorher Platz verschenkt, was definitiv nicht der Fall war.

Thema: Einkaufen, Freizeit, Musik | Kommentare (3) | Autor: Petra

Robodonien – Roboter, Schrottplastiken, Feuer und Musik

Donnerstag, 9. September 2010 10:47

Roboter, Kunst, Musik und Feuer - Das Festival Robodonien

Roboter, Kunst, Musik und Feuer - Das Festival Robodonien

Am kommenden Wochenende findet zum dritten Mal Robodonien statt, ein Festival vom 10. bis zum 12. September, das Maschinen- und Feuerkünstler, brennende Eissäulen, feuerspeiende Roboter, kinetische Kunstwerke, Klangskulpturen, Konzerte, Licht- und Tanzperformances präsentieren wird.

Für Kinder ist vor allem der Sonntag vorgesehen, bei dem ein Kaffee-Trinken mit Robotern stattfinden wird. Bis 14jährige haben freien Eintritt und können in einem Workshop selbst kleine Insektenroboter oder Solarmonster bauen. Erwachsene zahlen 10 EUR Eintritt.

Auf der Webseite findet ihr ein ganz ausführliches Programm und auch ein Video aus der Lokalzeit.

Da ich die Bands nicht kenne, hier die Info aus der Pressemitteilung:

Am Freitag (19 Uhr bis 22 Uhr Art Fusion; Eintritt 10 €) wird die Kölner Band blotch tagsüber die Zuschauer mit Dancefloor-Rock unterhalten. Ab 22 Uhr laden die Kölner Partyreihen Sonderlü (mit Maurizio Schmitz, DJs with bad haircuts, Anna Steffens) und Rheinfeuern (mit Scheppernde Bachblüten, DJ Densen, Jan Tenna und Herr Lick) dazu ein, mit elektronischer Musik zwischen Hip Hop und Techno den Auftakt des Festivals tanzend ausklingen zu lassen.

Auch am Samstag (17 Uhr bis 22 Uhr Art Fusion; Eintritt 10 €) nehmen die spektakulären Live Acts ihren Lauf, darunter Proto Hybrid & Kargyraa Krew mit einem experimentellen Crossover aus Elektronik, Percussion und Gesang. Ab 22 Uhr sorgt die Partyreihe subculturo feat. Bun Babylon Sound des lokalen Licht- und Musikanlagenverleihers einklang-koeln für ausgelassene Stimmung auf den Tanzflächen mit einem fröhlichen internationalen Mix aus Balkan Beats, Ska, Irish Folk, Electro Styles, Breakbeats, Reggae, Dancehall und Hip-Hop aufgelegt vom Roter Stern Nastrovje DJ-Team und der aus dem Luxor bekannten DJ-Crew Bun Babylon Sound.

Die ganze Veranstaltung findet auf dem Ateliergelände des Künstlers Odo Rumpf an der Hornstraße statt.

Website: http://www.robodonien.de

Thema: Essen - Trinken - Ausgehen, Freizeit, Kinder, Kultur, Musik | Kommentare (0) | Autor: Petra

Agnès Milewski im Bürgerhaus Kalk, 24.10.2009

Sonntag, 25. Oktober 2009 14:21

Agnes Milewski am 24.10.09 in Köln

Agnes Milewski am 24.10.09 in Köln

Gestern abend spielte die Singer/Songwriterin Agnès Milewski im Bürgerhaus Kalk. Ist auch Kalk nicht der hübscheste Stadtteil Kölns, so sind Restaurant und der Große Saal doch sehr ansehnliche Locations. Da leider nicht viele Tickets im Vorfeld verkauft worden waren, war der Saal mit Tischen und Stühlen versehen – überall brannten Kerzchen, das sah sehr hübsch aus und tröstete ein wenig darüber hinweg, dass nur 15 bis 20 Zuschauer anwesend waren.

Schade, zumal die Musik der jungen Künstlerin durchaus massentauglich ist. Ruhige nachdenkliche Songs wechseln mit rockigen Nummern ab und die originelle Instrumentierung mit Flöte, Cello und Violine gab vielen Songs eine angenehme Dichte, ohne überfrachtet zu wirken.

Da man immer gern Vergleiche zieht, wird Agnès mal mit Alanis Morissette in einen Topf geworfen, mal mit Tori Amos und wenn man sie unbedingt einordnen will, kann man notfalls sagen, dass sie wie eine Mischung aus beiden klingt – oder doch eher wie sie selbst! Die Songs können sich nicht nur musikalisch hören lassen, auch die Texte sind durchaus beachtenswert. Es macht Spaß, wenn die hübsche Agnès engelsgleich singt “every time I watch you light a cigarette I wish you’d burn your hair and burn right there”. Nicht umsonst heißt das erste Album “Pretty Boys and Ugly Girls”. Es geht nicht nur um die schönen Gefühle im Leben.

Das zweite Album “Learn to Swim” wird am 4. Dezember 2009 erscheinen. Wir haben daraus gestern Abend auch einige Stücke gehört und sie sind ebenso gut wie die bereits bekannten,oder sogar eher noch komplexer und interessanter. Es ist Agnès und ihrer Band sehr zu wünschen, dass sie ein wenig bekannter wird, das Album gut verkauft und ihre wirklich schönen Konzerte vor einem etwas größeren Publikum spielen kann.

Wer sich über Agnès Milewski informieren möchte, kann bei MySpace oder LastFM ein paar Songs anhören oder ihre Website besuchen:
http://www.lastfm.de/music/Agnes+Milewski
http://www.myspace.com/agnesmilewski
http://agnesmilewski.com/

Thema: Kultur, Musik | Kommentare (1) | Autor: Petra

Marillion (Los Trios Marillos) im Alten Wartesaal am 03.10.2008

Samstag, 4. Oktober 2008 11:33

Gestern spielte die “abgespeckte Version” von Marillion im Alten Wartesaal: Steve Hogarth (Vocals, Keyboards, Percussion und *hust* Drumcomputer), Steve Rothery (Guitar) und Pete Trewavas (Bass, Guitar), genannt Los Trios Marillos.

Tickets zur Los Trios Marillos Show im Alten Wartesaal

Tickets zur Los Trios Marillos Show im Alten Wartesaal

Meine erste Überraschung war der Alte Wartesaal selbst. Ich war zuletzt vor dem Umbau des Bahnhofsvorplatzes dort. Damals musste man ein Stückchen in die Unterführungskatakomben zwischen Rheinufer und Bahnhof gehen, und wer sich in Köln auskennt, weiß, dass die wirklich dunkel, hässlich und verkehrslaut sind. Nun ist der Alte Wartesaal aber freigelegt, hat hübsche Tische und Stühle draußen stehen und ist auch noch durch die Ausläufer der neuen Treppe zum Dom akustisch vor dem Straßenlärm geschützt.

Nun zum Gig: Das Konzert begann gegen 20:20 Uhr mit Steve Hogarth, der sich am Keyboard niederließ und zwei Songs zum Besten gab: Hollow Man und Cover My Eyes. Der Vorteil dieser Show, die einen Monat vor der eigentlichen Tour stattfand, ist, dass Hogarth noch perfekt bei Stimme ist – das ist während der Tour nicht gewährleistet.

Anschließend betrat Pete Trewavas die Bühne; er ist sicher einer der besten Bassisten der Rockmusik und – anders als einige Kollegen – darf in der Band auch mal zeigen, was er drauf hat. Gemeinsam spielten er und Steve Hogarth eine völlig abgefahrene Version von The Bell in the Sea. Schließlich betrat auch Steve Rothery die Bühne und die drei spielten ein Set von rund zweieinhalb Stunden.

Marillion/Los Trios Marillos im Alten Wartesaal in Köln am 02.10.2008

Marillion/Los Trios Marillos im Alten Wartesaal in Köln am 02.10.2008

Die Atmosphäre des Konzerts war gewohnt happy happy – mein Freund sagt, alle Fans wirken wie Kinder zu Weihnachten – und ebenso entspannt und gut gelaunt spielt die Band. Offensichtlich war der Auftritt nicht bis ins Detail durchgeplant, hie und da ging etwas schief, was aber eher zur allgemeinen Heiterkeit beitrug, denn störend wirkte.

Es stellt sich die Frage, warum überhaupt irgendjemand einen Drummer in der Band braucht, wenn es doch Steve Hogarth mit einem Drumcomputer gibt! Fast jedes dritte Mal gelingt es ihm schließlich, nicht nur den richtigen Drumpart zu finden, sondern ihn auch noch zur richtigen Zeit zu starten! ;-)

Viele der eher songorientierten Varianten der Marillion-Stücke, die in dieser Besetzung gespielt werden, können durchaus mit den ausgefeilteren Studioversionen mithalten: Sie sind auf ihre eigene Art ebenso spannend und wirken in der live-Atmosphäre besonders gut.

[...]

Thema: Kultur, Musik | Kommentare (1) | Autor: Petra

Marillion zweimal in Köln

Sonntag, 14. September 2008 14:27

Erstmal: Ja, Marillion gibt es noch. Sie klingen allerdings nicht mehr ganz so wie früher, weil sie sich im Laufe der Zeit immer mal wieder neu erfinden. Außerdem singt nicht mehr Fish, sondern Steve Hogarth und das schon seit Februar 1989, weswegen ich nach nun fast 20 Jahren immer etwas vergrämt bin, wenn jemand von “dem neuen Sänger” spricht.

Da die Köln-Bonner Region zu den Lieblingsorten der Band gehört (es gibt solche Gegenden, wo die Fans ihre Band noch etwas frenetischer feiern als anderswo!) findet hier immer mindestens ein Konzert jeder Tour statt. Diesmal haben wir sogar zweimal das Vergnügen. Am 3. Oktober 2008 kommt die Los-Trios-Marillos-Inkarnation in den Alten Wartesaal. Ian Mosley und Mark Kelly bleiben zu Hause, während Steve Hogarth (Gesang, Keyboard), Pete Trewavas (Bass, Gitarre) und Steve Rothery (Gitarre) uns (relativ?) unplugged beglücken. Der offizielle Konzert-Termin zur Happiness-Is-The-Road-Tour findet dann am 26. November im E-Werk statt.

Marillion Tour 2008/2009 Wer sich für die Band interessiert, findet sie an allen bekannten Internet-Orten. Besonders interessant ist vielleicht MySpace, weil man hier Songs der Band hören kann oder YouTube weil man dort offizielle Videos schauen kann:
http://www.myspace.com/marillion
http://www.youtube.com/marillionofficial

Dann ist noch die Homepage der Band selbst zu erwähnen, hier kann man einen stets relativ aktuell gehaltenen Kennenlern-Sampler umsonst bestellen – einfach um Marillion (neu) kennen zu lernen:
https://www.marillion.com/account/registerCC.php

Wenn Euch die Musik gefällt, geht zum Konzert – die Stimmung dort ist immer einzigartig. Oder, wie mein Freund zu sagen pflegt: Die Marillion-Fans spinnen total!

Thema: Kultur, Musik | Kommentare (0) | Autor: Petra