Beitrags-Archiv für die Kategory 'Stadtteile'

Der VRR, der große Grenzverkehr und Monatstickets der KVB

Mittwoch, 11. April 2012 16:52

Die meisten von Euch wissen es: Ich bin Online-Redakteurin und schreibe über Köln, Reisen und Ausflugstipps (unter anderem). Also bin ich viel in Köln und drumherum unterwegs. Aber ich bin keine begeisterte Autofahrerin und auch das Zweirad lässt mich meistens kalt. Bleiben meine Füße und öffentliche Verkehrsmittel.

Nun, da es wieder wärmer wird, nahm ich mir vor, ein Zone-5-Monatsticket zu kaufen und Kölns Umgebung zu erforschen. Ich studierte die Webseiten der KVB und des VRS und stieß auf mehrere Unklarheiten bezüglich der Ziele, die dann für mich noch erreichbar wären oder eben nicht. Klar ist, mit einem Preisstufe-5-Ticket darf ich im ganzen VRS-Gebiet herum fahren, so viel ich will. Besondere Fragen werfen dabei das erweiterte VRS-Gebiet auf und der große Grenzverkehr zwischen VRS und VRR im Norden.

Broschüren, die rechte erklärt den großen Grenzverkehr zwischen VRS und VRR

Broschüren, die rechte erklärt den großen Grenzverkehr zwischen VRS und VRR

Der große Grenzverkehr wurde eingerichtet, da es sehr viele Pendler zwischen den beiden Verkehrsverbünden gibt, also zwischen Köln und Düsseldorf, Wuppertal und auch den kleineren Gemeinden wie Solingen und Neuss. Möchte man als Kölner dorthin fahren, muss man nur ein VRS-Ticket der entsprechenden Preisstufe lösen. Nach Düsseldorf Mitte ist das beispielsweise Preisstufe 5 oder nach Burscheid Preisstufe 3. Zurück nach Hause geht es ähnlich, denn an den VRR-Automaten kann man ebenfalls VRS-Tickets in diesen Preisstufen ziehen. Soweit so gut, das lässt sich auch in diversen Broschüren und online-Übersichten nachlesen. Schwierig wird es, wenn man bereits ein Ticket besitzt, das einen Teil des Gebietes abdeckt.

Ich war lange Zeit Abonnentin des Formel-9-Tickets 1b, das es mir erlaubte, ab 9 Uhr morgens das ganze Stadtgebiet Kölns zu befahren. Müsste ich dann nach Düsseldorf nicht nur ein Ticket der Preisstufe 4 kaufen? In Düsseldorf angekommen, überkamen mich Zweifel und ich suchte einen Info-Schalter der VRR auf. Der Herr dort hatte eigentlich auch keine Ahnung, wälzte diverse Broschüren und meinte schließlich, er sähe das genau so wie ich, es könne ja eigentlich nicht anders sein. Trotzdem bin ich immer unsicher geblieben, denn den Preistarifen mit Logik beikommen? Das scheint mir doch etwas optimistisch.

Mein Monatsticket für das ganze erweiterte VRS-Gebiet

Mein Monatsticket für das ganze erweiterte VRS-Gebiet

Aber zurück zu meinem Monatsticket. Ich kaufte es am Automaten, für immerhin 115,10 €, wieder die Formel-9-Variante, weil ich sowieso selten vor 9 Uhr fahren will und man so fast die Hälfte spart. Mein Schreck war groß, als nur ein ganz kleines Zettelchen herauskam, tatsächlich eine Monatsmarke, in die man aber seine Ausweisnummer eintragen sollte. Also flugs zur nächsten KVB-Verkaufsstelle aufgebrochen und nachgefragt. “Wo wollen Sie denn fahren?” erkundigte sich die KVB-Mitarbeiterin. “Im ganzen Gebiet”, antwortete ich etwas ungenau. Ich erhielt einen kleinen Ausweis, da hinein wurde “VRS-Gebiet” gestempelt und zum Abschied meinte die Frau noch: “Damit können sie aber nicht Düsseldorf, Neuss und Wuppertal.”

Aha. Erstmal nahm ich das so hin, aber ich konnte es nicht recht verstehen. Wenn man in der Fahrplansuche eine Verbindung von Köln nach Düsseldorf sucht, wird angezeigt, dass man ein Ticket der Preisstufe 5 braucht. Und meine Monatskarte war doch Preisstufe 5!

Verschiedene Übersichten über Zonen und Tarife in den Broschüren

Verschiedene Übersichten über Zonen und Tarife in den Broschüren

Also am nächsten Tag nochmal ein KVB-Büro besucht, diesmal am Ehrenfeldgürtel. Die Mitarbeiterin nahm sich viel Zeit und erklärte: Wenn ich ein Ticket der Preisstufe 5 kaufe, dann kann ich damit entweder am großen Grenzverkehr teilnehmen oder aber das erweiterte VRS-Gebiet befahren, dass im Süden immerhin bis Gerolstein im Westen und Neuwied im Osten reicht. Bei einem Einzelticket nutze ich ja sowieso nur eines. Bei einem Monatsticket bekomme ich entweder einen Ausweis für das erweiterte VRS-Gebiet oder für eine Strecke, die den großen Grenzverkehr nutzt. Da darf ich dann z. B. von Köln nach Düsseldorf fahren und auch jeweils eine Zone um Köln herum nutzen, aber nicht nach Wuppertal oder nach Bonn. Und damit ich mir nicht einfach zwei Ausweise besorge und die Monatsmarke mal in den für das VRS-Gebiet und mal in den für den Grenzverkehr nach Wuppertal stecke, muss ich in die Monatsmarke die Nummer des Ausweises eintragen.

Das finde ich ja soweit ok, auch wenn es ärgerlich ist, dass das zumindest online nirgendwo steht. Was mich aber wurmt, ist, dass ich trotzdem relativ viel zuzahlen muss, wenn ich nach Wuppertal oder Düsseldorf möchte. Nämlich ein Ticket der Preisstufe 3. Dabei gilt mein Ticket in der Zone Köln und Dormagen (Dormagen gehört zum erweiterten VRS-Gebiet). Fahre ich nach Düsseldorf Süd ist das die dritte Zone. Für mein Verständnis würde ich also nur ein Ticket für eine Zone brauchen, nämlich Düsseldorf Süd. Dormagen wird mir aber trotzdem berechnet, obwohl dort doch noch mein Ticket gilt. Das ist schon sehr ärgerlich und nicht nachvollziehbar. Eine Lösung müsste es sein, nicht vor Antritt der Fahrt den entsprechenden Fahrschein zu ziehen, sondern kurz vor Überschreiten der Grenze einfach ein Handy-Ticket des VRR zu bestellen und dann natürlich nur der benötigten Zone(n).

Übrigens fand ich es in London sehr erfrischend, dass man dort die Bürger (und Touristen) darauf drängt, den möglichst günstigen Tarif zu bekommen. Mit dem elektronischen Ticket Oystercard, das man mit beliebigen Geldbeträgen und Tages- oder Wochenfahrscheinen aufladen kann, wird automatisch der preiswerteste Tarif ermittelt. So spart man fast immer um die 50 % gegenüber eines regulären Einzeltickets. Sowas würde ich mir für Köln auch wünschen!

Thema: Ausflüge, Stadtteile | Kommentare (0) | Autor: Petra

Bubble Tea – Mal wieder, diesmal am Kaiser-Wilhelm-Ring

Dienstag, 13. März 2012 12:45

Wer hier regelmäßig liest, hat es schon mitbekommen. Irgendwie finde ich Bubble Tea gut, auch wenn er meistens doch ziemlich künstlich schmeckt. Den besten hatte ich bisher auf der Zülpicher Straße im Bubble Town. Da trank ich einen Rooibusch-Tee mit Passion Fruit Aroma und Mango Bubbles (oder war es mit Mango Aroma und Passion Fruit Bubbles?) – der war sehr lecker, fruchtig, erfrischend und nicht übermäßig süß. Im Bubble Bee war es sehr süß, dort gab es warmen Milch-Tee, den ich in Karamell und Kokos ausprobierte, ganz lecker aber doch sehr künstlich.

BubbleQ am Kaiser-Wilhelm-Ring

BubbleQ am Kaiser-Wilhelm-Ring

Das ist das BoboQ BubbleQ am Kaiser-Wilhelm-Ring, direkt neben dem tagsüber sehr schlecht laufenden Kiku-Sushi (schade, dort kann man relativ preiswert Sushi vom Band essen). Soweit ich mich erinnere, gehörten die Räumlichkeiten des Bubble-Tea-Ladens ehemals zum Sushi-Restaurant, das sich jetzt verkleinert hat. Wir wurden begrüßt von einer sehr schlecht deutsch sprechenden Asiatin, die sich nicht durch überbordende Höflichkeit auszeichnete und scheinbar für jeden Tee erstmal eine Gebrauchsanweisung studieren musste. Auch ein männlicher Mitarbeiter war eher wortkarg.

———-edit: ich las aus dem Schriftzug eigentlich BoboQ, dann BuboQ, entdeckte dann aber, dass der Laden eigentlich BubbleQ heißt, daher habe ich das jetzt hier im Artikel geändert! 16.03.2012 ————–


Jogurt-Bubbletea mit Mango-Sternchen

Jogurt-Bubbletea mit Mango-Sternchen

Ich trank einen Jogurt-Tee mit Mango-Sternchen. Diese Sternchen sind nicht mit einer Flüssigkeit gefüllt, sondern aus Gelee. Leider passen die meisten nicht durch den Strohhalm, so dass ich, als ich die Flüssigkeit (die ausflockte), konsumiert hatte, ein größeres Loch in meinen Deckel stechen musste, um die Sternchen direkt in meinen Mund zu schütten. Das funktionierte nur mit mäßigem Erfolg, erheiterte aber meine Freundin, die sich anwenderfreundliche Bubbles genehmigt hatte, extrem. Ich möchte fortan aber nie wieder Sternchen trinken.


Anleitung zum Bubbletea trinken

Anleitung zum Bubbletea trinken

Auf diesem Bild kann man die hübsche Deko der Becher erkennen und scheinbar auch meine unterschwelligen Aggressionen, die wohl dazu führten, dass ich dem armen Männchen den Strohhalm direkt durch den Bauch rammte. Besonders originell finde ich allerdings den Hinweis “Tapioka ball must chew before swallow”, was ich etwa mit “Die Tapioka-Perle muss kauen, ehe eine Schwalbe kommt” übersetzen würde, alternativ mit “Die Tapioka-Perle muss vor den Augen der Schwalbe kauen”. Zum Glück erwarten wir ja jetzt im Frühjahr die Schwalben bald zurück, dann können die Tapioka-Perlen auch wieder was essen.


Weitere Instruktionen für den Bubbletea

Weitere Instruktionen für den Bubbletea

Völlig sinnfrei allerdings erscheint mir der Hinweis “Children under 5 not suggest to eat”. Soll man Kinder, die jünger als 5 Jahre alt sind, nicht verzehren? Die sind aber doch besonders zart?! Oder sollen Kinder unter 5 nichts essen? Immerhin werden sie dann auch bestimmt keine 5 Jahre alt. Schon merkwürdig, diese Bubbletea-Zubehör-Hersteller.

Thema: Essen - Trinken - Ausgehen, Stadtteile | Kommentare (0) | Autor: Petra

Urban Gardening Projekte in Köln

Freitag, 9. März 2012 13:44

Wer neulich meine Facebook-Tipps gelesen hat, dem ist vielleicht aufgefallen, dass mich die Themen Nachhaltigkeit und Urban Gardening interessieren.

Letzteres habe ich schon betrieben, als ich das Wort noch gar nicht kannte. Ich war nämlich mal stolze Besitzerin einer riesigen Dachterrasse und dort haben mein damaliger Freund und ich nicht nur Zierpflanzen angebaut, sondern auch Kräuter, Gemüse und Obst. Nun habe ich wieder einen recht großen Balkon und eine Terrasse und überlege schon, was ich da mache. Bestimmt werden Andenbeeren (auch Kapstachelbeere oder Physalis) kommen, ein Obstbäumchen, Pflücksalat und natürlich etliche Zierpflanzen, wobei die Sonnenblumen für die Finken dann auch wieder Nutzpflanzen sind – ich freue mich schon, wenn eine Horde hungriger Buntfinken unseren Balkon besetzen wird. :-)

Das war unsere Andenbeeren-Plantage auf der alten Terrasse, rechts sieht man die noch nicht reife Frucht - sehr lecker und Vitamin-C-reich

Das war unsere Andenbeeren-Plantage auf der alten Terrasse, rechts sieht man die noch nicht reife Frucht - sehr lecker und Vitamin-C-reich

Aber nicht nur jeder Einzelne ist wichtig beim Urban Gardening, es gibt auch viele Gemeinschaftsprojekte. In Ehrenfeld sind die Menschen besonders umtriebig, darüber habe ich hier schon berichtet:
http://www.leben-in-koeln.net/blog-post/2012/02/08/urban-gardening-in-ehrenfeld.html

Ein anderes riesiges Projekt ist das Neuland. Es handelt sich dabei um die große Brachfläche der ehemaligen Dom-Brauerei im Süden Kölns. Es sollte dort einmal ein Neubau für die FH entstehen, das Vorhaben ist jedoch gestorben. Nun ringen Stadt und Bürger darum, was dort passieren soll. Man könnte Wohnhäuser oder Bürogebäude bauen oder beides mischen. Ein Park wäre schön.

Da es auf jeden Fall Jahre dauern wird, bis die Bebauung beginnt, möchte Neuland dort einen mobilen Gemeinschaftsgarten entstehen lassen, in dem Nutzpflanzen gezogen werden, Menschen sich treffen und austauschen können und auch ungewöhnliche Pläne realisieren. Es gibt schon einige Arbeitsgruppen, andere sollen noch entstehen. Die Themen sind bisher Kompost/Erde, Hühnerhaltung, Bewässerung, Solarenergie, Gewächshausbau und Saatgutvermehrung.

Nun muss man dazu sagen, dass bisher die Nutzung für den mobilen Garten noch gar nicht offiziell genehmigt worden war, aber vor wenigen Tagen gab es eine Begehung des Geländes mit Vertretern des Bau- und Liegenschaftsbetriebs NRW, die erfolgreich war. Jetzt wird der belastete Boden durch Sand abgedeckt und darauf werden die Pflanzkisten gestellt – die Arbeiten sind bereits in vollem Gange.

Wer Interesse hat: Die Neuland-Gärtner treffen sich jeden Mittwoch um 12 und Samstag um 15 Uhr. Genaue Informationen findet man auf der Website oder bei Facebook.

Weiterhin gibt es ein Gartenprojekt in Kalk und dort geht es auch gerade wieder in die Pflanzsaison. Anregungen und Wünsche von Interessenten sind sehr willkommen, morgen ist bereits das nächste Treffen. Mehr Infos gibt es unter
http://pflanzstelle.tk.

Das ist noch nicht alles, aber wer ein bisschen googelt oder bei Facebook oder Twitter den entsprechenden Meldungen folgt, findet viele Hinweise selbst. Die diversen Projekte vernetzen sich auch gegenseitig sehr gut.

Thema: Freizeit, Parks, Stadtteile | Kommentare (0) | Autor: Petra

Ehrenfeld: Grüner Weg – Vogelsanger-Straße – Lichtstraße

Freitag, 2. März 2012 13:02

In Ehrenfeld, so scheint mir, tut sich immer besonders viel. Außerdem ist es wahrscheinlich eines der abwechslungsreichsten Viertel. Neulich war ich dort unterwegs und habe ein paar Fotos gemacht.

Grüner Weg

Grüner Weg

Wenn man vom Melatengürtel kommt und die Weinsbergstraße stattauswärts geht, trifft man unmittelbar auf den Baumarkt Max Bahr, der übrigens eine recht große Auswahl hat. Ich ging am Gebäude vorbei und verließ das Gelände am hinteren Parkplatz – so gelangte ich auf den Wendekreis, der das Ende des Grünen Wegs darstellt. Hier hat die Wohnungsbaugesellschaft GAG vor, Wohngebäude zu errichten.


Obsthain Grüner Weg

Obsthain Grüner Weg

Das Design Quartier Ehrenfeld, eine Initiative, die Ehrenfeld zu einem wichtigen Ort für Design machen will, aber auch den Bürgern die Möglichkeit geben will, ihr eigenes Stadtviertel selbst zu designen, hat das Projekt Obsthain Grüner Weg ins Leben gerufen. Gemeinsam mit der GAG wurden etliche Obstbäume angeschafft und in mobile Container gepflanzt. Diese Container werden je nach Jahreszeit von Interessiertenn zusätzlich mit Gemüse, Kräutern und anderen Pflänzchen besetzt. Wenn die Wohnhäuser stehen, sollen die dann recht stattlichen Bäume dort eine Heimat direkt im Boden finden und das Gärtnern soll als Gemeinschaftsprojekt weitergehen.


Industriefotografie 1

Industriefotografie 1

Dieses Foto entstand vom Aldi-Parkplatz aus. Ich bin keine Spezialistin für Industriefotografie, aber wenn sich die Motive so sehr anbiedern … Die Hallte steht übrigens neben der Kletterfabrik – dort wurde ein ähnliches Gebäude als Kletterhalle umgebaut.

____edit:____ Wie Kommentatorin Andrea richtig anmerkte, ist die Kletterfabrik im benachbarten Gebäude inzwischen in noch beeindruckendere Räumlichkeiten in der Oskar-Jäger-Straße umgezogen.
____________


Der Leuchtturm im Helios-Viertel

Der Leuchtturm im Helios-Viertel

Dieses Foto wurde von der Vogelsanger Straße aus gemacht und zeigt im Vordergrund den italienischen Supermarkt Parma Delikatessen, sehr empfehlenswert, wenn man Parmaschinken, Mortadella, italienische Pasta, Kekse und andere Leckereien mag. Im Hintergrund befindet sich der Leuchtturm im Heliosviertel – dort geht es hoch her, denn eigentlich war vorgesehen, dass dort ein Einkaufszentrum entsteht. Nun ist aber schon die Venloer Straße eine einzige Einkaufsmeile und die Bewohner fanden die Idee gar nicht gut. Derzeit scheint es, als sei man von der Einkaufszentrum-Idee abgerückt.

Für die, die es noch nicht wissen: Der Leuchtturm wurde von der Firma Helios erbaut. Die stellte diverse Gegenstände aus dem Bereich der Elektrotechnik her, unter anderem Straßenbahnen und Leuchtmittel. Der Turm diente als Test- und Vorführanlage für Leuchtfeuer, war aber sicherlich immer schon auch als Werbegag gedacht.


An der Vogelsanger Straße

An der Vogelsanger Straße

Neben großen Geschäften schaut man ungefähr gegenüber des Clubs Underground in diesen Weg hinein. Ein tolles Motiv – ich würde hier sofort eine Szene in einem Film drehen wollen, vorzugsweise eine Verfolgungsjagd.


Lichtstraße

Lichtstraße

In der Lichtstraße haben sich verschiedene Firmen angesiedelt, gerade auch Werbeagenturen und Artverwandte. Konzertgänger kennen sie wegen der Live Music Hall und Kletterfreunde bezwingen die (fast) himmelhohen Wände in der Kletterfabrik.

Auf diesem Foto gefiel mir das alte Wolf-Logo über der Tür und als Türknauf so gut. Oder ist es ein Hund?

Thema: Architektur, Stadtteile | Kommentare (1) | Autor: Petra

Krieg der Buchläden in Nippes

Montag, 27. Februar 2012 9:55

Der alteingesessene Buchladen Neusser Straße

Der alteingesessene Buchladen Neusser Straße

Eigentlich hatten wir es in Nippes immer sehr schön und friedlich. Der Buchladen auf der Neusser Straße hatte nicht nur eine gute Auswahl an Büchern, er besorgt natürlich auch alles, was man haben will. Die Buchhändler, die dort arbeiten, sind wirklich kompetent und zudem freundlich, ich habe deswegen immer gern dort gestöbert. Mittlerweile ist auch sein Internetangebot ziemlich gut. Auch ein zweiter Buchladen, die Buchhandlung Blücherstraße, weiter nördlich, hat seit Jahren sein Auskommen in Nippes gefunden.

Mayersche Buchhandlung

Mayersche Buchhandlung

Nun machte aber kurz vor Weihnachten eine Filiale der Kette Mayersche direkt auf der Neusser Straße auf, mit einem ziemlich großen Warenangebot. Nicht nur Bücher, auch Geschenkartikel, Spiele und anderer Krimskrams werden angeboten. Ich bin gespannt – werden sich alle Buchläden halten können? Wenn nicht, täte es mir um den alten Laden sehr Leid. Leider kann ich ihn kaum unterstützen, weil ich mittlerweile hauptsächlich auf eBooks umgestiegen bin. Zwar gibt es auch da ein Konzept, wie man elektronische Bücher so kaufen kann, dass der Lieblingsbuchladen ein paar Prozente abbekommt, aber das gestaltet sich noch schwierig.

Ein Weltbild-Laden musste nach einigen Jahren am Standort Neusser Straße wieder geschlossen – ich wäre nicht traurig, wenn das auch die Mayersche täte. In Sülz teilen sich seit einiger Zeit mehrere Buchläden ihre Käufer, dort konnte die Mayersche wohl erfolgreich einsteigen.

So wirbt der Buchladen Neusser Straße für sich - direkt vor der Mayerschen!

So wirbt der Buchladen Neusser Straße für sich - direkt vor der Mayerschen!

Der Buchladen Neusser Straße jedenfalls schießt nun mit harten Waffen. “Klasse statt Masse” prangt auf einem Fahrradständer direkt vor der Mayerschen und wirbt für den alteingesessenen Platzhirsch etwa hundert Meter weiter. Zu dem gehört seit ein paar Jahren übrigens auch das Geschäft “Nebenan”, in dem Kalender, Geschenkartikel, Postkarten, Kochbücher, fremdsprachige Bücher und Literatur über Köln verkauft werden. Da der Laden leer stand, mietete der Buchladen ihn für sein Weihnachtsgeschäft an. Das lief so erfolgreich, dass man dort nun dauerhaft stöbern kann.

Thema: Einkaufen, Kultur, Nippes, Stadtteile | Kommentare (2) | Autor: Petra

Weiberfastnacht in Nippes

Donnerstag, 16. Februar 2012 12:18

Bühnenprogramm auf dem Wilhelmplatz in Nippes

Bühnenprogramm auf dem Wilhelmplatz in Nippes

Ich bin keine Karnevalistin und verlasse auch gerne mal fluchtartig das Land, wenn die fünfte Jahreszeit naht. Andererseits habe ich in den letzten Jahren den Nippeser Veedelszoch schätzen gelernt, denn dort ist die Stimmung gut, viele Kinder und kaum Besoffene sind unterwegs und das gefällt mir.

Heute musste ich beim Arzt eine Überweisung abholen, was ich – obwohl meine Arztpraxis bis 12 Uhr geöffnet hat – wohlweislich vor 11:11 Uhr erledigt haben wollte. Aber auch gegen 10 Uhr dröhnte mir vom Wilhelmplatz schon laute Karnevalsmusik entgegen und trotz Nieselregel war viel los. Besonders niedlich die vielen kleinen Bienen, Krokodile und andere flauschig eingepackte Kleinkinder.

Überall wo Platz war parkten Busse der Nippeser Bürgerwehr und andere Fahrzeuge mit ähnlichen Aufschriften, da wird wohl heute noch ein großes Programm stattfinden.

Auch in meiner Arztpraxis waren die Sprechstundenhilfen sehr hübsch kostümiert. Also, solange der Alkoholgenuss sich in Maßen hält und man sich nicht gerade am überfüllten Alter Markt aufhält, hat Karneval ja schon etwas für sich – der Spaß, den die Leute haben, springt einfach über.

Die Jecken warten regengeschützt auf das Programm

Die Jecken warten regengeschützt auf das Programm

Thema: Essen - Trinken - Ausgehen, Nippes, Stadtteile | Kommentare (0) | Autor: Petra

Regionale 2010 – RegioGrün – es tut sich was an der Isenburg!

Montag, 6. Februar 2012 14:07

Das Geld ist schon lange zugesagt, Baumaterial lag auch schon eine Weile rum und Donnerstagabend entdeckte ich ein großes Schild, wozu das alles: Die Kultur- und Landschaftsachse Strunder Bach nimmt auch in Holweide Gestalt an.

Baustellenschild an der Isenburg

Aber der Reihe nach: Im Jahre 2007 veröffentlichte die Stadt Köln einen ersten Überblick über die geplante Achse entlang des Strunder Bachs. An vier Stellen des Bachlaufs von Herrenstrunden bis zur ehemaligen Mündung in den Rhein bei Mülheim sollten „Lupenräume“ entstehen, also quasi Nahaufnahmen vom ehemals „fleißigsten Bach Deutschlands“. Signifikante Orte wurden dazu ausgewählt: das Stundedelta, „Wo die Strunde untergeht“, „Kreuzwasser“ und eben auch „Landschaftspark Isenburg“. Es gab Ausschreibungen und Preise und erste Spatenstiche. An der Isenburg gab es erst mal nur zwei Schilder, die auf den geplanten Lupenraum hinwiesen.

Die Isenburg ist ein Beispiel dafür, dass der mit Mühlen reichlich gesäumte Bach für wirtschaftlichen Aufschwung sorgte: Sie ist eine von sechs Burgen oder Herrenhäusern, die deshalb auf der nicht so sehr langen Bachstrecke zu finden sind (von Herrenstrunden bis Mülheim legt die Strunde gerade mal 18,5 km zurück). Die Burg ist bereits im 14. Jahrhundert bezeugt; das Herrenhaus ist allerdings erst im 19. Jahrhundert entstanden.

Schild zum Lupenraum an der Isenburg

Lupenraumschild an der Isenburg.

Die Regionale 2010 ist ja ein größer dimensioniertes Projekt – und da soll auch die Gestaltung der Kultur- und Landschaftsachse Stunder Bach reinpassen. Sie ist Bestandteil des Konzeptes RegioGrün und ist als Radiale zu den Grüngürteln der Stadt Köln gedacht – ein dritter Grüngürtel für die Stadt nur eben nicht außen drum rum sondern mitten durch. Linksrheinisch wird er dann fortgesetzt mit mit der Erftaue und der Ville. So soll der Übergang der Stadt Köln in die angrenzenden Bereiche gestaltet werden und zwar mit Freuräumen (ach, das lass’ ich jetzt so stehen, auch wenn „Freiräume“ gemeint war …) . Freiräume werden durch die Zersiedelung (Wohn- wie Arbeitsplatzbebauung) immer kostbarer – sie zu sichern und zu gestalten, ist (nicht nur) für Köln ein wichtiger Standortfaktor, da er die Lebensqualität beeinflusst.

Genug referiert. Momentan herrscht ja Frost, da steht an der neu errichtete Baustelle alles still, aber auf jeden Fall tut sich was. Es sind, das habe ich heute erst richtig wahrgenommen, auf der Wiese neue Bäume gepflanzt – die Zeitangabe November 2011 scheint also zu stimmen … Mal sehen, ob im April 2013 dann auch alles fertig ist.

Baumanpflazungen auf der Wiese vor der Isenburg

Thema: Kultur, Parks, Stadtteile | Kommentare (1) | Autor: Heike

Schatzi-Mausi

Donnerstag, 2. Februar 2012 17:39

Hier würde ich auch gern parken. Leider bin ich aber nicht Schatzi-Mausi. Und bei genauerer Überlegung brauche ich auch gar keinen Parkplatz in Kalk, dort im Neubaugebiet befindet sich nämlich dieser Platz.

Bloß nicht dort parken!

Bloß nicht dort parken!

Thema: Freizeit, Stadtteile | Kommentare (1) | Autor: Petra

Spielplatz mit Aussicht in Kalk

Dienstag, 24. Januar 2012 12:19

Spielplatz in Kalk mit riesigem Seilklettergerüst

Spielplatz in Kalk mit riesigem Seilklettergerüst

Kalk genießt nicht den besten Ruf, ist aber ein durchaus nicht uninteressantes Stadtviertel. Es ist ein echtes gewachsenes Veedel und mittlerweile lockt es Shopping-Kundschaft aus dem halben Rheinland auf die rechte Rheinseite. Zwischen Köln Arcaden, dem Neubauviertel und dem riesigen Bauhaus befindet sich eine Grünanlage, zu der auch ein großer Spielplatz gehört. Während der Nachwuchs beim Klettern wahrscheinlich keinen Blick dafür hat, werden sich viele der Mamas und Papas an dem tollen Blick auf KölnTriangle und Dom erfreuen können. Für die Kinder stehen ein Fußballplatz, ein riesiges Seilklettergerüst und diverse Rutschen zur Verfügung. Und viel Platz, um eigene Spiele zu spielen.

Die Aussicht auf das KölnTriangel und den Dom

Die Aussicht auf das KölnTriangle und den Dom

Thema: Freizeit, Kinder, Parks, Stadtteile | Kommentare (0) | Autor: Petra

Zeichen und Wunder: Haltestelle Neusser Straße/Gürtel wird renoviert

Freitag, 20. Januar 2012 19:29

Die Haltestelle Neusser Straße/Gürtel in Nippes

Die Haltestelle Neusser Straße/Gürtel in Nippes

In diesem Jahr soll passieren, was seit 1998 geplant ist. Die rund 40 Jahre alte Haltestelle Neusser Straße/Gürtel wird umgebaut.

Für alle, die diese Haltestelle nicht näher kennen, eine kurze Beschreibung der derzeitigen Situation:

An dieser Haltestelle treffen die Hochbahn Linie 13 und die beiden U-Bahn-Linien 12 und 15 sowie etliche Bus-Linien aufeinander. Daher handelt es sich um eine häufig frequentierte Station, an der die Menschen oft umsteigen. Um die Hochbahn oder die U-Bahn zu erreichen, benutzt man einen der vier Zugänge, die auf eine unterirdische Verteilerebene führen – allesamt ohne Rolltreppen und einen Fahrstuhl gibt es auch nicht. Von der Verteilerebene aus führen Treppen hinunter zur U-Bahn und hinauf zur Hochbahn. Von der U-Bahn aus führen Rolltreppen nach oben, die Hochbahn wird in beide Richtungen von Rolltreppen bedient.

Hier wird es einen Eingang geben

Hier wird es einen Eingang geben

Erst kürzlich erzählte mir eine Freundin, die nur ganz selten mal in Köln ist, dass sie mehrfach in dieser Haltestelle die Treppen hinauf und hinunter ging, immer mal auf der Straßenebene zum Fenster hinaus sah, aber einfach den Ausgang nicht fand.

Neben der völligen Abwesenheit eines Fahrstuhls ist das nämlich das aberwitzige dieser Architektur. Um hinauf zur Hochbahn zu gelangen, muss man erst einmal hinunter in den Keller zur Verteilerebene und auf dem Weg hinaus ist es umgekehrt: So schaut man erst einmal sehnsüchtig durch die großen Fenster zur Straße hin, sieht dort den Bus stehen, den man gerade verpasst, denn leider muss man erst in das Untergeschoss und dann wieder die Treppen hinaufsteigen, um die Hochbahnhaltstelle der Linie 13 zu verlassen.

Im Laufe dieses Jahres wird die Haltestelle nun endlich umgebaut. Zwei geräumige Aufzüge für 13 Personen verbinden Hochbahn, Straßenebene und U-Bahn-Ebene miteinander. Außerdem werden auf der Straßenebene Eingänge eingebaut. Während der Umbauten werden die bisherigen Treppen teilweise gesperrt sein und man erreicht die Hochbahn über vorübergehend errichtete Treppentürme.

Zusätzlich wird der derzeitig geschlossene Kiosk auf der Verteilerebene renoviert, die Lüftung wird erneuert, eine neue Beleuchtung eingebaut, ein taktiles Blindenleitsystem in die Pflasterung eingefügt und die Station wird von außen angestrichen. 4,3 Millionen kostet der Umbau, der zu großen Teilen von Land und dem Nahverkehr-Rheinland finanziert wird. Anfang 2013 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Thema: Architektur, Stadtteile | Kommentare (0) | Autor: Petra