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Kölner Stämmelager im Blücherpark in Bilderstöckchen

Mittwoch, 8. September 2010 12:11

Noch wird die riesige Zeltstadt erst aufgebaut, am Freitag beginnt das Kölner Stämmelager offiziell

Noch wird die riesige Zeltstadt erst aufgebaut, am Freitag beginnt das Kölner Stämmelager offiziell

Am Montag spazierte ich durch den Blücherpark und entdeckte, dass dort fleißig Zelte aufgebaut wurden. Also befragten wir sofort eine Frau, was denn dort gerade passiert und wurden informiert, dass hier das Kölner Stämmelager stattfinden wird. Beginn ist der Abend des 10. September und es endet am 12. September 2010.

Unter dem Motto “Eine Reise durch die Zeit” werden hier Zelte nach dem Vorbild der Römer, Awaren, Tataren, Hunnen, Mongolen, Indianer und vieler anderer Völker aufgebaut. Viele Kölner kennen diese Gruppen aus dem Karneval, aber auch das Jahr über beschäftigen sich die Mitglieder der Vereine mit der Vergangenheit “ihrer” Stämme.

Bei den Kölner Stämmen handelt es sich um eine Benefizveranstaltung zugunsten der CF-Selbsthilfe Köln e. V. CF steht dabei für Cystische Fibrose, auch als Mukoviszidose bekannt, eine Erbkrankheit. Wer an dieser Krankheit leidet, stirbt mit etwa 50 prozentiger Wahrscheinlichkeit bereits im Kindesalter. Der Verein informiert und unterstützt Patienten und ihre Eltern, berät die Uni-Klinik Köln und fördert Aufenthalte an der Nordsee in einem Ferienhaus.

Ein guter Grund also, diese spannende Veranstaltung zu besuchen. Ein Tagesticket kostet 6 EUR, eine Karte für alle drei Tage 15 EUR. Kinder bis zu einer Körpergröße von 140 Zentimetern haben freien Eintritt. Tiere dürfen nicht mitgebracht werden. Es gibt nur wenige Parkplätze in der Umgebung, daher ist die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Fahrrad zu empfehlen.

Am Freitag findet die Eröffnungsfeier ab 18 Uhr statt, am Samstag kann man die Kölner Stämme ab 13 Uhr besuchen, am Sonntag schon ab 11 Uhr. Der Blücherpark liegt zwischen Ehrenfeld und Bilderstöckchen zwischen dem Parkgürtel, der A 57 und der Escher Straße.

Thema: Essen - Trinken - Ausgehen, Freizeit, Kinder, Kultur, Parks, Stadtteile | Kommentare (0) | Autor: Petra

Neues aus dem Bilderstöckchen

Donnerstag, 25. März 2010 16:30

Sieht doch jetzt schon fast wie ein nettes Café aus, oder?

Sieht doch jetzt schon fast wie ein nettes Café aus, oder?

Ich hatte ja neulich schon erzählt, dass es in Bilderstöckchen überall schöner wird und nun sind die Resultate sichtbar.

An der Ecke Ravensburger Straße/Schiefersburger Weg war immer schon eine Eckkneipe, die für mich allerdings wenig einladend aussah. Nun haben alle Ladengeschäfte in diesem Block neue Glasfronten bekommen und die Kneipe ist komplett verglast und sieht jetzt eher wie ein Café aus – ziemlich klasse!

Hochhaus Longericher Straße/Parkgürtel

Hochhaus Longericher Straße/Parkgürtel

Die ganz große Neuigkeit ist aber das Hochhaus an der Ecke Longericher Straße/Parkgürtel – lange als eines der hässlichsten Gebäude Kölns gehandelt und schließlich in die Schlagzeilen geraten. Denn im Spätsommer 2009 war das Haus mit Gerüsten und Planen versehen worden und nachdem Beton und Putz entfernt worden waren, verschwanden auch die Arbeiter. Die Bewohner des Hauses mussten dann mehrere Monate im Dunkeln hausen, während der kalte Wind durch die Fugen in die Wohnungen pfiff und die Wände verschimmelten. Die Vermieterfirma Dewag aus Stuttgart erfuhr von den Missständen angeblich erst aus der Presse – der Kölner Stadt-Anzeiger berichtete, z. B. hier:
http://www.ksta.de/html/artikel/1260194947125.shtml

Die Dewag reagierte dann recht schnell und beauftragte eine neue Firma mit den Arbeiten und gestern war es so weit: Die letzten Planen und Gerüste wurden abgebaut. Und nicht nur für die Mieter sondern auch für Passanten hat sich die Arbeit gelohnt; das Haus wird wohl keinen Preis für große Schönheit gewinnen und über die Farbgebung kann man streiten, aber es sieht doch jetzt ganz okay aus.

Thema: Architektur, Stadtteile | Kommentare (0) | Autor: Petra

Unser Bilderstöckchen soll schöner werden oder: Renovierungs-Boom

Sonntag, 15. November 2009 9:22

Ravensburger Straße mit Blick auf den Schiefersburger Weg

Ravensburger Straße mit Blick auf den Schiefersburger Weg

Was ist denn bitte schön im Bilderstöckchen los? Wir wohnen plötzlich mitten in einer Wüste aus Baugerüsten. Angefangen hat es, glaube ich, mit unserem übernächsten Nachbarhaus, Longericher Straße 39 bis 41 oder so. Gerüste wuchsen daran hoch, dann wurde der Dachstuhl ausgebaut und schließlich das Gebäude wärmegedämmt. Ist jetzt fast fertig. Danach wurde das hässlichste Haus der Stadt Christo-artig eingepackt – das muss im September oder so gewesen sein, da habe ich die Leute sehr bedauert, weil sie gar nicht lüften konnten. Manche haben Luftlöcher in die Folie geschnitten. Unter der Folie sieht man nicht, wie weit die Arbeiten fortgeschritten sind – aber jedenfalls sehen die Bewohner jetzt schon seit Monaten kein Tageslicht mehr, das ist sicher ganz wundervoll.

Danach waren die gammeligen Häuser am Schiefersburger Weg an der Reihe, da wo das neue Haus mit den Eigentumswohnungen steht – wurde auch Zeit, diese Häuser waren ein echter Schandfleck.

Bilderstöckchenkarte mit eingezeichneten Neubauten und Renovierungen

Bilderstöckchenkarte mit eingezeichneten Neubauten und Renovierungen

Wenn man dann noch in Betracht zieht, dass auf der Geldernstraße seit Jahr und Tag ein Neubau nach dem anderen aus dem Boden sprießt – von denen einer übrigens seit Monaten Baustopp hat – und dass bei uns auf der Longericher Straße gerade ein Kinderheim neu gebaut wird und dass seit mehreren Jahren im Viertel, in dem früher die belgischen Soldaten wohnten, renoviert und neu gebaut wird und dass auch Am Bilderstöckchen in der Nähe der Bushaltestelle ein Neubau entsteht – ja dann fragt man sich: Was wird aus unserem angegammelten Bilderstöckchen mit den vielen Ausländern und bildungsfernen Schichten (so sagt man, ja?), in dem so viel CDU und selbst das rechtsradikale Pro Köln gewählt wurde wie sonst kaum irgendwo in Köln; also soll Bilderstöckchen jetzt in neuem Glanz erstrahlen? Und auch wenn das so ist, finde ich es originell mit den Bauarbeiten in den meisten Fällen rechtzeitig zum Wintereinbruch zu beginnen, aber ich kenne mich mit dem Bauwesen ja auch nicht aus!

Thema: Architektur, Stadtteile | Kommentare (0) | Autor: Petra