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Regionale 2010 – RegioGrün – es tut sich was an der Isenburg!

Montag, 6. Februar 2012 14:07

Das Geld ist schon lange zugesagt, Baumaterial lag auch schon eine Weile rum und Donnerstagabend entdeckte ich ein großes Schild, wozu das alles: Die Kultur- und Landschaftsachse Strunder Bach nimmt auch in Holweide Gestalt an.

Baustellenschild an der Isenburg

Aber der Reihe nach: Im Jahre 2007 veröffentlichte die Stadt Köln einen ersten Überblick über die geplante Achse entlang des Strunder Bachs. An vier Stellen des Bachlaufs von Herrenstrunden bis zur ehemaligen Mündung in den Rhein bei Mülheim sollten „Lupenräume“ entstehen, also quasi Nahaufnahmen vom ehemals „fleißigsten Bach Deutschlands“. Signifikante Orte wurden dazu ausgewählt: das Stundedelta, „Wo die Strunde untergeht“, „Kreuzwasser“ und eben auch „Landschaftspark Isenburg“. Es gab Ausschreibungen und Preise und erste Spatenstiche. An der Isenburg gab es erst mal nur zwei Schilder, die auf den geplanten Lupenraum hinwiesen.

Die Isenburg ist ein Beispiel dafür, dass der mit Mühlen reichlich gesäumte Bach für wirtschaftlichen Aufschwung sorgte: Sie ist eine von sechs Burgen oder Herrenhäusern, die deshalb auf der nicht so sehr langen Bachstrecke zu finden sind (von Herrenstrunden bis Mülheim legt die Strunde gerade mal 18,5 km zurück). Die Burg ist bereits im 14. Jahrhundert bezeugt; das Herrenhaus ist allerdings erst im 19. Jahrhundert entstanden.

Schild zum Lupenraum an der Isenburg

Lupenraumschild an der Isenburg.

Die Regionale 2010 ist ja ein größer dimensioniertes Projekt – und da soll auch die Gestaltung der Kultur- und Landschaftsachse Stunder Bach reinpassen. Sie ist Bestandteil des Konzeptes RegioGrün und ist als Radiale zu den Grüngürteln der Stadt Köln gedacht – ein dritter Grüngürtel für die Stadt nur eben nicht außen drum rum sondern mitten durch. Linksrheinisch wird er dann fortgesetzt mit mit der Erftaue und der Ville. So soll der Übergang der Stadt Köln in die angrenzenden Bereiche gestaltet werden und zwar mit Freuräumen (ach, das lass’ ich jetzt so stehen, auch wenn „Freiräume“ gemeint war …) . Freiräume werden durch die Zersiedelung (Wohn- wie Arbeitsplatzbebauung) immer kostbarer – sie zu sichern und zu gestalten, ist (nicht nur) für Köln ein wichtiger Standortfaktor, da er die Lebensqualität beeinflusst.

Genug referiert. Momentan herrscht ja Frost, da steht an der neu errichtete Baustelle alles still, aber auf jeden Fall tut sich was. Es sind, das habe ich heute erst richtig wahrgenommen, auf der Wiese neue Bäume gepflanzt – die Zeitangabe November 2011 scheint also zu stimmen … Mal sehen, ob im April 2013 dann auch alles fertig ist.

Baumanpflazungen auf der Wiese vor der Isenburg

Thema: Kultur, Parks, Stadtteile | Kommentare (1) | Autor: Heike

Alles neu macht 2012

Mittwoch, 11. Januar 2012 16:12

Liebe AllesUeberKoeln-Leser!

Mein neuer Arbeitsplatz in Köln Nippes

Mein neuer Arbeitsplatz in Köln Nippes

Dieses Jahr hat sich bei mir einiges verändert. Ich bin umgezogen und arbeite jetzt an diesem schönen Arbeitsplatz mit Blick über das Nippeser Tälchen und vom Balkon aus habe ich sogar Dom-Blick!

Nachdem der schlimmste Umzugsstress nun vorbei ist, kommen auch meine Blogs wieder zu Ehren.

Schließlich habe ich auch noch eine Co-Autorin gefunden, die gelegentlich vor allem aus dem rechtsrheinischen Köln berichten will, Heike Baller. Von ihr ist der Artikel über den Dellbrücker Bücherschrank. Sie ist die Betreiberin der Website http://www.profi-wissen.de, dort findet Ihr ein lesenswertes Blog über die Recherche im Netz.

Das neue Jahr verspricht also interessant zu werden – ich freu mich drauf!

Liebe Grüße
Petra

Thema: Allgemeines, Stadtteile | Kommentare (1) | Autor: Petra

Literaturquelle rechtsrheinisch – kostenlos

Donnerstag, 5. Januar 2012 17:07

Bücherschrank in Dellbrück

Seit Mitte Juni – ich musste es eben nachlesen – gibt es in Dellbrück in der Nähe der Haltestelle Dellbrücker Hauptstraße einen Bücherschrank. Draußen. Das Prinzip ist bekannt: Wer bestimmte Bücher nicht mehr bei sich behalten möchte, kann sie hier einstellen. Wer sich für einen (oder mehrere) Titel interessiert, kann das entsprechende Buch mit nach Hause nehmen und entweder behalten oder nach dem Lesen wieder zurückstellen. Das klappt im Großen und Ganzen sehr gut. Die Gefahr, dass alle nur völlig abgegriffene Taschenbücher von Anno Tobak mit Kellerodeur oder mit Wasserschäden und zerrissenem Buchdeckel abladen, wird durch engagierte Menschen unterbunden, die hingehen und solche Sachen flugs entfernen. Außerdem klärte eine Zeitlang ein Schild über Sinn und Zweck auf – kultureller Austausch, jawohl.

Nein, ich will mich darüber gar nicht mokieren. Auch ich habe schon einiges gefunden und gelesen und sogar auch schon was behalten. Allerdings habe ich die Gelegenheit genutzt, dass jemand die alten Berte-Bratt-Schätzchen aussortiert hat und habe da noch mal ein bisschen der Nostalgie gepflegt. Das Gros der Bücher ist schon eher so „Gebrauchsliteratur“ – einschließlich veralteter PC-Bücher; die „hohe Literatur“ ist seltener vertreten. Das heißt wohl, dass die Menschen die lieber zu Hause behalten …

Auf jeden Fall ist die Fluktuation recht hoch – es lohnt sich durchaus, in Lesestoffmangelphasen mehrfach die Woche vorbeizuschauen.

Auch Kinder finden Lesestoff im Dellbrücker Bücherschrank

Das als Kinderfach bezeichnete unterste Regalbrett wird meist doch von Erwachsenenliteratur belegt, was daran liegen mag, dass größere Mengen an Kinder- und Jugendliteratur selten vorkommen.

Ein weiteres Ziel sollte ja die Kommunikation, der Austausch vor Ort sein. Das klappt auch, ich kann es bestätigen. Bei mir steht noch ein Besuch im Nachbarort aus, denn ich traf vor ein paar Wochen eine alte Dame, der ich von meinem Interesse an Mädchenliteratur (bitte bis nach unten scrollen …) erzählte und die mir daraufhin von einem Buch mit Gedichten für Mädchen erzählte, das ihre Mutter als junges Mädchen zum Geschenk erhielt – ob mich das interessiere? Und ob! Ich bin gespannt.

Auch eigene Bücher habe ich schon im Regal deponiert. Das fällt mir leichter, als überlebte Bücher ins Altpapier zu geben. Bevor ich diese Möglichkeit vor der Nase hatte, habe ich Bücher im Krankenhaus Holweide abgegeben – vor der Kapelle steht ein Regal mit dem gleichen Sinn und Zweck und derselben Funktionsweise wie der Dellbrücker Bücherschrank.

Es gibt – auch in Köln – noch mehr solcher Schränke; eine unvollständige Liste für Deutschland hält Wikipedia bereit. Nicht nur eine Liste sondern die Geschichte der Bücherschränke in Köln gibt es beim Projekt Eselsohr der Bürgerstiftung Köln.

Thema: Bildung, Freizeit | Kommentare (2) | Autor: Heike